Santa Maria Maggiore (Bergamo)

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Südfassade der Kirche Santa Maria Maggiore (2016)
Innenansicht des Mittelschiffs (2016)
Vorhalle mit Nordportal (2005)

Das Kirchengebäude Santa Maria Maggiore ist eine Basilika in Bergamo, Lombardei. Der Bau wurde 1137 begonnen und blieb unvollendet. Sie besitzt weder ein Langhaus noch eine Westfassade und ihre Bedeutung hat sie demgemäß ausschließlich von ihren Anbauten, insbesondere der Cappella Colleoni. Die Querhausfassade mit der Vorhalle wurde um 1350 geschaffen.

Vorhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die plastisch sehr aufwändige Vorhalle wird von vier Säulen gebildet, die vorne auf zwei Löwen, hinten auf Trägerfiguren ruhen. Eine Säule auf einem Löwen ist ein Sinnbild für die Überwindung des Bösen, daher sehr häufig an Kircheneingängen anzutreffen [1]. Ikonographisch deuten die Löwen auf die Funktion der Vorhalle als Rechtsstätte hin.

In Bergamo wurde viel Wert darauf gelegt, auch den Boden und die nähere Umgebung dieser Vorhalle stilvoll zu gestalten, so dass besonders in den Abendstunden eine sehr intime Stimmung entstehen kann, die sich um den ganzen Komplex der Kirche herum bis auf die Piazza Vecchia ausbreitet.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel von Santa Maria Maggiore wurde 1915 von dem Orgelbauer Carlo Vegezzi Bossi erbaut, und in den Jahren 1948 und zuletzt 1992 von den Orgelbauern Gebr. Ruffatti restauriert und erweitert. Aufgestellt ist das Instrument auf den beiden Sängertribünen in der Apsis. Es lässt sich über einen fahrbaren Spieltisch ansteuern, der im Kirchenraum in der Nähe des Altars aufgestellt ist. Die Orgel hat 62 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.[2]

I Positivo Espressivo C-c4
Bordone 16'
Eufonio 8'
Corno dolce 8'
Salicionale 8'
Gamba 8'
Ottava 4'
Flauto ottaviante 4'
Flauto in Duodecima 22/3'
Piccolo 2'
Cornetto III 22/3'
Unda maris 8'
Tromba dolce 8'
Clarinetto 8'
Tremolo
II Grand'Organo C-c4
Principale 16'
Principale I 8'
Principale II 8'
Flauto traverso 8'
Dulciana 8'
Gamba 8'
Quinta 51/3'
Ottava I 4'
Ottava II 4'
Flauto a camino 4'
Duodecima 22/3'
Decimaquinta 2'
Cornetto III 22/3'
Ripieno Grave VI 2'
Ripieno Acuto VIII 1'
Trombone 16'
Tromba 8'
Clarone 4'
III Espressivo C-c4
Controgamba 16'
Voce corale 8'
Principalino 8'
Bordone 8'
Viola gamba 8'
Viola celeste 8'
Concerto viole 8'
Flauto armonico 4'
Voce Eterea 4'
Ottava Eolina 4'
Ottavina 2'
Ripieno V 2'
Tuba mirabilis 8'
Oboe 8'
Voce corale piano 8'
Voce corale forte 8'
Pedale C-g1
Subbasso 32'
Contrabbasso 16'
Principale 16'
Bordone 16'
Violone 16'
Armonica 16'
Gran Quinta 102/3'
Ottava 8'
Bordone 8'
Violoncello 8'
Quinta 51/3'
Ottava 4'
Ripieno VIII 4'
Controbombarda 32'
Bombarda 16'

Gräber von Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon der christlichen Ikonographie (LCI). Freiburg im Breisgau 1968 (1994) IV, S. 225
  2. Orgel (italienisch) (Memento vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Santa Maria Maggiore (Bergamo) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 45° 42′ 13″ N, 9° 39′ 44″ O