Sarkolemm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sarkolemm (zu griech. σάρξ sárx = Fleisch) ist die allgemeine Bezeichnung für die Zellmembran der Muskelzelle.

An ihrer Innenseite lagert sich das wichtige Protein Dystrophin an, das zur Stabilisierung der Zellmembran beiträgt. Das Fehlen von Dystrophin verursacht eine Muskelschwäche, wodurch Muskelgewebe durch Binde- und Fettgewebe ersetzt wird (siehe Muskeldystrophie). Außerdem bildet die Zellmembran röhrenförmige Einfaltungen, welche weit ins Sarkoplasma (entspricht dem Zytoplasma) reichen. Man nennt diese Einfaltungen Transversal-Tubuli (T-Tubuli), die mit dem doppelt angelegten Longitudinal-System (L-Tubuli, Kalziumspeicher) verbunden sind. So entsteht bei Skelettmuskulatur eine Triade, welche für die Muskeleregung (durch Kalziumeinstrom) im Skelettmuskel wichtig ist. In der quergestreiften Herzmuskulatur umgeben die L-Tubuli die Myofibrillen in ihrer ganzen länge und sind den T-Tubuli nur einseitig angelagert. Dabei bilden sie mit den T-Tubuli eine Diade.

Bei Fehlen des Proteins Dystrophin[Bearbeiten]

Ohne das Protein Dystrophin gehen die Zytoskelettverbindungen zur extrazellulären Matrix verloren, sodass die Muskelzelle ihre Stabilität verliert und Risse entstehen. Somit kann Kalzium ununterbrochen in die Muskelzelle einströmen und es kommt zur Dauerkontraktion, die dann die Muskeldystrophie zur Folge hat.