Satamun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Satamun in Hieroglyphen
18. Dynastie
Hiero Ca1.svg
M17Y5
N35
G39X1
Hiero Ca2.svg
Satamun (Sat Amun)
S3t Jmn
Tochter des Amun

Satamun (auch Ahmose-Sat-Amun, Sitamun) war während der frühen 18. Dynastie eine altägyptische Königstochter des Ahmose I.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satamun war als Tochter von Ahmose I. auch Schwester von Amenophis I.; sie trug die Titel Königsschwester, Königstochter, und Gottesgemahlin des Amun. Die Frage ihrer Mutter ist ungeklärt, da neben Ahmose Nefertari und einer Schwester von Meritamun I.[1] weitere Frauen in Frage kommen.

Grabstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satamun könnte sehr früh verstorben sein, da ihre Mumie von Gaston Maspero in einem Kindersarg in der Cachette von Deir el-Bahari gefunden wurde.[1] Allerdings fehlten der Mumie Satamuns fast sämtliche Körperbestandteile, weshalb bei einer Rekonstruktion nicht auf die Körpermaße zurückgegriffen werden konnte. Die Mumie war in eine Schilfrohrmatte gewickelt, in der sich nur der Schädel und ein paar Knochen befanden.

Es bleibt unklar, ob die Art des Zustandes der Mumie mit ihrem Tod zu tun hatte oder erst Grabräuber durch Plünderungen die Mumie derart beschädigten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Mumie bei ihrer späteren Umbettung im achten Regierungsjahr des Psusennes I. (etwa 1033 v. Chr.) in diesem Zustand befand, da Psusennes I. einen Zusatzeintrag anbringen ließ: Wiederherstellung von Satamun (29. Peret III).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aidan Dodson, Dyan Hilton: The complete royal families of Ancient Egypt. Thames & Hudson, London 2004, ISBN 0-500-05128-3.
  • Constantin Emil Sander-Hansen: Das Gottesweib des Amun. Munksgaard, København 1940.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Constantin Emil Sander-Hansen: Das Gottesweib des Amun. S. 6.