Satdjehuti

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Satdjehuti in Hieroglyphen
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Satdjehuti (Satibu) (Sat Djehuti [Sat Ibu])
S3t Ḏḥwty (S3t Jbw)
Tochter des Thot
Satdjehuti-Satibu, Egypt 1575 BC b.jpg
Sargmaske der Satdjehuti-Satibu
(Staatliche Sammlung Ägyptischer Kunst München, ÄS 7163)

Satdjehuti (auch Sitdjehuti, Satdjehutisatibu [Sat-Djehuti-sat-Ibu] oder Sitdjehutisitibu [Sit-Djehuti-sit-Ibu]) war eine Königin der späten ägyptischen 17. Dynastie.

Identität und Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Satdjehuti tritt einmal auf dem Turiner Leichentuch der „Königstochter“ Ahmose (Turin 63001) aus deren Grab QV47 im Tal der Königinnen und einmal mit dem Beinamen „Satibu“ auf ihrer Sargmaske (ÄS 7163) auf. Auf der Sargmaske wird sie als „Königstochter“ und „Königsschwester“ und auf dem Leichentuch noch zusätzlich als „Königsgemahlin“ betitelt. Es handelt sich bei beiden sehr wahrscheinlich um ein und dieselbe Person[1].

Dahingegen ist sie vermutlich nicht identisch mit der Königin Satdjehuti, von der eine vergoldete Kartonagemaske bekannt ist (BM 29779). Sie trägt dort andere Beinamen.[2]

Der Name von Satdjehuti bedeutet Tochter des Thot. Der Name des Thot ist unter anderem auch Bestandteil im Eigennamen des Seqenenre, der mit „Thot ist groß“ übersetzt wird. Das Wort Ibu in ihrem Beinamen ist eine Kurzform des semitischen Wortes abu und bedeutet „Vater“ (Gott). Dieses Wort tritt nochmals Mitte der 18. Dynastie in der Form Ibi und Ibaii auf und wurde bei ihr wahrscheinlich als Zeichen der Loyalität zu den Hyksos gewählt.[3][4]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war eine Tochter der Tetischeri[5] und damit vermutlich auch von Senachtenre. Weiterhin war sie eine Nebengemahlin des Seqenenre und die Mutter der „Königstochter“ Ahmose.[6][7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Im Zeichen des Mondes. Ägypten zu Beginn des Neuen Reiches (= Schriften aus der Ägyptischen Sammlung. Band 7). Staatliche Sammlung Ägyptischer Kunst, München 1999, ISBN 3-87490-691-4.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Im Zeichen des Mondes, 1999, S. 41
  2. Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Im Zeichen des Mondes, 1999, S. 82.
  3. Die Hyksos, die zu dieser Zeit über Ägypten herrschten, waren semitischer Abstammung.
  4. Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Im Zeichen des Mondes, S. 39–40.
  5. Inschrift Sargmaske
  6. Inschrift Turiner Leichentuch
  7. Alfred Grimm, Sylvia Schoske: Im Zeichen des Mondes, 1999, S. 39–41.