Schönbrunner Deutsch

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Blick von der Gloriette auf Schloss Schönbrunn, von Heinrich Tomec (vor 1928)

Schönbrunner Deutsch ist jene Form der deutschen Hochsprache, die ab dem späten 18. Jahrhundert am Wiener Kaiserhof gesprochen wurde. Das Schönbrunner Deutsch ist ein Soziolekt, also eine Sprachform einer bestimmten Gruppe (z. B. Altersgruppe), die allgemein auf gesellschaftlichen Faktoren beruht. Gesprochen wurde es vom Kaiserhaus, vom Adel und vom Wiener Großbürgertum. Die Sprechweise des Kaiserhofes war für das gesprochene Deutsch in Österreich-Ungarn ein Sprachstandard.

Benannt ist es nach Schloss Schönbrunn im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing. Die meisten Sprecher finden sich auch in dem Bezirk.

Das Schönbrunner Deutsch ist ein fast ausgestorbener Soziolekt, der jedoch einige interessante Facetten der deutschen Sprache zeigt. Erkennbar ist Schönbrunner Deutsch an der besonderen Betonung bestimmter Buchstaben sowie Dehnungen und Verkürzungen. Auch hat dieser Soziolekt ein ganz bestimmtes Sprachtempo.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto von Habsburg: Quo vadis Integration? Festvortrag Eggenberg 2004
  2. Tondokument Kaiser Karl I.
  3. Tondokument Kaiser Franz Joseph I.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]