Scharpie

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Dieser Artikel beschreibt das zur Wundversorgung verwendete Material. Der Begriff Scharpie, eigentlich Sharpie, bezeichnet darüber hinaus auch eine Bootsklasse.

Scharpie oder Charpie (lat. carpere ‚zupfen‘, ‚pflücken‘) war ein bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gebräuchliches Wundverbandmaterial, das aus Fasern bestand, die durch Zerzupfen von Baumwoll- oder Leinenstoffen gewonnen wurden. Eine Sonderform bildete die Wieche als gedrehte Leinwand, die zum Offenhalten von Wunden benutzt wurde.

Da der hohe Keimbefall bei der händischen Herstellung die Scharpie zur Wundbehandlung ungeeignet macht, wurde sie durch die Entwicklung der Verbandwatte verdrängt. Heute wird Scharpie noch in Zoohandlungen als Nistmaterial für Vögel verkauft.

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