Schlacht am Kapelsche Veer

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Schlacht am Kapelsche Veer
Datum November 1944 bis Januar 1945
Ort Dorf Capelle, Nord-Brabant, Niederlande
Ausgang Rückzug der Wehrmacht
Konfliktparteien

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
KanadaKanada Kanada
Polen 1928Zweite Polnische Republik Polnische Exilregierung

Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich

Befehlshaber

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Crocker

Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Kurt Student

Verluste

ca. 600

ca. 600 Tote, Verwundete und Kriegsgefangene

Im Winter 1944/45 kam es am Kapelsche Veer in Nord-Brabant beim Dorf Capelle an der Maas zu einer Schlacht zwischen der deutschen Wehrmacht, die seit dem Westfeldzug im Mai 1940 die Niederlande besetzte, und vorrückenden alliierten Truppen. Die Schlacht dauerte etwa fünf Wochen und fand unter extremen winterlichen Bedingungen statt. Beide Seiten verloren zusammengerechnet etwa 1200 Mann (Tod, vermisst, Verwundung, Kriegsgefangenschaft).

Die Schlacht gilt auch als ein 'Prestigeduell' zwischen den beiden beteiligten Generälen.

Der deutsche Fallschirmspringer-General Kurt Student beschloss, den deutschen Brückenkopf nicht zu räumen. Er wollte so viele alliierte Truppen wie möglich an der Maas zu binden und wollte auch, dass unerfahrene deutsche Truppenteile dort Gefechtserfahrung unter realistischen Umständen sammeln konnten.

Der britische General Sir John Crocker wollte den deutschen Brückenkopf um jeden Preis einnehmen.

Kapelsches Veer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 9. November 1944 die Alliierten Nord-Brabant von Süden kommend von Wehrmachtstruppen ‚gesäubert‘ hatten, war die Maas die Frontlinie. In der Nacht vom 8. auf den 9. November waren auf der Insel 'Kapelsches Veer' deutsche Patrouillen aktiv. Sie kamen von Norden aus dem Dorf Sprang Capelle und von Süden aus dem Dorf Dussen. Sie bemerkten, dass die Alliierten die Insel und die umliegenden Polder nicht dauerhaft besetzt hatten, und bildeten einen Brückenkopf. Sie besetzten die Häuser dort und begannen, Verteidigungsstellungen anzulegen. Das Gelände bot ihnen natürliche Deckung. Im November und bis Mitte Dezember schickten sie Patrouillen in die Umgebung. Als das Datum des Beginns der Ardennenoffensive – 16. Dezember – näherrückte, wurde der Brückenkopf Kapelsches Veer in die Planungen aufgenommen und die Stellungen wurden verstärkt.

Fall Braun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den besetzten Niederlanden waren zu dieser Zeit noch etwa 125.000 deutsche Soldaten stationiert.

Angriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar 1945 unternahmen die Polen einen zweiten Angriff. Die Polen verloren 134 Mann, davon 34 Gefallene. Inzwischen war deutlich geworden, dass die deutsche Ardennenoffensive missglückt war. Eine britische Eliteeinheit, das 47. Royal Marine Commando, griff in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar – ebenfalls erfolglos – an ("Operation Horse"). Sie verloren 49 Mann, darunter 9 Norweger.

Nun wurde ein Angriff durch die 4. Panzerdivision vorbereitet. Sie unternahm am 26. Januar tagsüber einen großen Angriff. 60 Mann mit Kanus paddelten die Bergsche Maas hinunter, um dem Brückenkopf in den Rücken zu fallen. Die Gefechte hielten fünf Tage an. Am frühen Morgen des 31. Januar zogen sich die Deutschen freiwillig aus dem Brückenkopf zurück. Die Kanadier verloren bei der Operation 240 Mann, davon 76 Gefallene.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]