Schlacht bei Mogiljow

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Schlacht bei Mogiljow
Der Mut des General Rajewski. Historiengemälde von Nikolaj Semjonowitsch Samokisch (1860–1944)
Der Mut des General Rajewski. Historiengemälde von Nikolaj Semjonowitsch Samokisch (1860–1944)
Datum 23. Juli 1812
Ort Mogiljow
Ausgang Taktisches Unentschieden
Konfliktparteien
Frankreich 1804Erstes Kaiserreich Frankreich Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland
Befehlshaber
Louis Nicolas Davout Pjotr Iwanowitsch Bagration
Truppenstärke
28.000 20.000
Verluste
1.000 2.500–5.200

Die Schlacht bei Mogiljow (frz.: Moguilev) auch als Schlacht bei Saltanovka bezeichnet, fand am 23. Juli 1812 statt; sie war Teil des französischen Feldzuges in Russland.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Napoléon Bonaparte überquerte am 24. Juni 1812 bei Kowno die Memel und traf am 28. Juni in Vilnius ein, wo er von den Litauern mit offenen Armen empfangen wurde. Die russische Armee hatte sich zurückgezogen.

Während General Michael Andreas Barclay de Tolly mit 130.000 Männern die Route nach Sankt Petersburg deckte und dabei auf die Düna vorrückte, sicherte der General Pjotr Iwanowitsch Bagration mit der 2. Armee den Weg nach Moskau und stützte sich dabei auf den Dniepr.

Zwischen den beiden Flüssen liegt hügeliges Gelände in dem die Wasserscheide zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer verläuft. Hier liegt ein 80 Kilometer breiter Korridor, zwischen Witebsk und Smolensk, durch den Napoleon seine Grande Armée, 640.000 Mann, 60.000 Pferde und 1200 Kanonen stark, in Richtung Moskau zu führen gedachte.[1]

Am 7. Juli erhielt General Bagration in Bobruisk den Befehl, sich mit seinen Truppen links des Dniepr in Bewegung zu setzen, um die Franzosen am Übergang zu hindern, oder sie zumindest vor Smolensk so lange aufzuhalten, bis General Barclay de Tolly mit Verstärkungen eintreffen würde.

Für die Grande Armée, lag die einzig mögliche Übergangsstelle über den Fluss bei Mogiljow. Général Louis Nicolas Davout befand sich mit seiner Truppe nur 85 Kilometer vor der Stadt und erreichte diese nach einem Gewaltmarsch als erster.

Die Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Memorial-Kapelle am Ort der Schlacht

Nachdem Bagration festgestellt hatte, dass sich Davout bereits in Mogiljow befand, entschloss er sich anzugreifen. Er wollte versuchen, die Franzosen über den Fluss zurückzudrängen, oder sie zumindest am weiteren Vorgehen zu hindern, sodass Barclay de Tolly rechtzeitig hätte erscheinen können.

Bagration befahl dem näher an Mogiljow stehenden General Nikolai Nikolajewitsch Rajewski mit seinem 20.000 Mann starken Verband das französische Korps von Général Davout aufzuhalten. Dieses war 28.000 Mann stark und bestand aus der Division Compans, der Division Dessaix und der Division Claparède; sowie der Kavallerie der Generäle de Bordesoulle und de Thiembronne. Davout hatte von Napoleon die Order erhalten, den Feind nicht zu verfolgen um seine eigenen Kräfte nicht zu zersplittern. General Raïevski kämpfte zehn Stunden an der Spitze seiner Angreifer, um sich dann in guter Ordnung auf die Feldbefestigungen von Saltanovka (südlich von Mogiljow) zurückzuziehen. Dieser Einsatz erlaubte es Bagration, seine 30.000 Mann starke Einheit an den Dnjepr auf Novy Bykhov (heute: Novy Bykhaw) (südlich von Mogiljow) zurückzunehmen.

Die Russen hatten Verluste zwischen 2500 und 5200 Mann, die Franzosen 1000 Mann, davon 100 Mann aus dem 108e régiment d’infanterie de ligne als Gefangene[2].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Victor Duruy: Histoire de France, Bd. 2, S. 661.
  2. Alain Pigeard: Dictionnaire des batailles de Napoéon, S. 551–552.

Koordinaten: 53° 54′ 0″ N, 30° 20′ 0″ O