Schnedinghausen

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Koordinaten: 51° 41′ 24″ N, 9° 54′ 43″ O

Schnedinghausen
Stadt Northeim
Wappen von Schnedinghausen
Höhe: 142 m
Einwohner: 188 (Okt. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37154
Vorwahl: 05554
Schnedinghausen (Niedersachsen)
Schnedinghausen

Lage von Schnedinghausen in Niedersachsen

Schnedinghausen ist ein Ortsteil der Stadt Northeim

Marienkapelle, ehemals Kapelle des Amelungsborner Klosterhofs

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1200 wurde die Siedlung mit dem plattdeutschen Namen Snetjehusen gegründet. Der Präfix Sned, abgekürzt Sen(= Grenze) deutet darauf hin, dass der Ort einst an der Grenze zweier Herrschaftsgebiete gelegen haben muss. Es gehörte zum Kloster Amelungsborn. Mönche im Ort bewirtschafteten den Klosterhof. Nach der Auflösung des Klosters Amelungsborn gingen auch die in Schnedinghausen gelegenen Besitzungen in den Besitz des Braunschweigisch–Wolfenbüttelschen Staates über und wurden nun verpachtet.

Im Jahre 1776 kaufte Hanns-Ernst von Hardenberg den ehemaligen Klosterhof. Vermutlich legte er die Mühle die Brauerei und die Brennerei an. Ab 1777 war auf dem Gut in Schnedinghausen ein Hardenbergisches Untergericht über Schnedinghausen, Berwartshausen und Hillerse. Bis 1803 war der Klosterhof dann hardenbergisch. Im gleichen Jahr haben jeweils vier Bauern aus Schnedinghausen und Berwartshausen den Hof mit allen Gerechtigkeiten, auch der Gerichtsbarkeit, für 30000 Taler gekauft.[2] Damit entfielen ab dem Zeitpunkt jegliche Zehntabgaben an das Geschlecht derer zu Hardenberg, jedoch war Schnedinghausen noch zu Zahlungen der Steuern an den König von England und das Haus Hannover verpflichtet. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts besaß der Ort keine eigene Schule, die Kinder mussten täglich nach Moringen fahren, erst 1852 wurde eine in Schnedinghausen erbaut. Nach 110 Jahren wurde diese 1962 geschlossen, Ausweichschule war wiederum jene in Moringen.

Im Jahre 1920 erhielt der Ort, durch den Einbau eines Generators in die Dorfmühle, Zugang zur Elektrizität, der Ortsrat wurde erstmals 1996 gewählt.[3]

Am 1. März 1974 wurde Schnedinghausen in die Kreisstadt Northeim eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfgemeinschaftshaus

Ortsrat: FWGS: 5

  • Ortsbürgermeister: Josef Diekgerdes (FWGS)
  • Stellv. Ortsbürgermeister: Reiner Hartmann (FWGS)

Die aktuelle Wahlperiode läuft vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Northeim: Schnedinghausen (Stand 10/2015). Abgerufen am 14. Januar 2016.
  2. Bernd Wille: Schnedingshausen. In: Northeimer Heimatblätter. Band 5, Nr. 3, 1974, S. 115.
  3. Hans J. Fisseler: Im Ring von 15 Ortschaften. In: Niedersachsenbuch 2002 Northeim. 2002, ISSN 0946-5588, S. 64 f.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 215.