Schreibtelegraf

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Schreibtelegraf nach Morse, etwa 1880

Als Schreibtelegraf oder Morseapparat bezeichnet man eine Erfindung von Samuel Morse aus dem Jahr 1835. Die Patenterteilung durch das United States Patent and Trademark Office erfolgte am 20. Juni 1840.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Schreibtelegraf im Zweiten Weltkrieg
Hell Morseschreiber, ca. 1960

Der elektrische Schreibtelegraf besteht aus einem Elektromagneten mit beweglichem Anker, dessen Hebel auf einem durch Uhrwerk vorübergeführten Papierstreifen Punkte und Striche erzeugt. In den Reliefschreibern geschah dies durch einen an dem freien Ende des Ankerhebels befestigten stählernen Stift, welcher, sobald der Anker von dem Elektromagnet angezogen wurde, sich gegen den zwischen zwei Walzen des Laufwerkes durchgezogenen Papierstreifen anlegte und in demselben kürzere oder längere Eindrücke hinterließ, je nachdem, ob die zum Schließen der Batterie dienende Taste nur einen Augenblick oder längere Zeit niedergedrückt wurde.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts finden die Morseapparate vorzugsweise als Farbschreiber Verwendung, in welchen die Hebelbewegung des Ankers benutzt wird, um den Papierstreifen gegen ein Farbrädchen oder umgekehrt ein Farbrädchen gegen den Papierstreifen anzudrücken.

Siehe auch[Bearbeiten]