Schrot & Korn Naturkostmagazin

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Schrot & Korn Naturkostmagazin
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Beschreibung kostenlose Kundenzeitschrift in Naturkostläden
Sprache Deutsch
Verlag Bio Verlag GmbH (Deutschland)
Erstausgabe 1. September 1985
Erscheinungsweise Monatlich
Verkaufte Auflage 856.994 Exemplare
(IVW 2/2018)
Verbreitete Auflage 863.491 Exemplare
(IVW 2/2018)
Chefredakteurin Stephanie Silber
Herausgeber Bio Verlag GmbH
Weblink www.schrotundkorn.de
ISSN
ZDB 17642-4

Schrot & Korn ist das auflagenstärkste kostenlose deutsche Naturkost­magazin. Es erscheint monatlich und liegt in Bioläden aus. Das Magazin wird von der Bio Verlag GmbH in Aschaffenburg herausgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde das Magazin 1985 von Ronald Steinmeyer. Ausschlaggebend war eine Anregung des damaligen Naturkost e. V., dem eine Branchenzeitschrift fehlte. Gründungsidee war, Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit durch die stärkere Verbreitung der Bio-Lebensmittel und den Naturkost-Konsum zu fördern. Dabei sollte die journalistische Qualität einer Monatszeitschrift mit dem Vertriebsweg Kundenzeitschrift verbunden werden. Zum Jahresende 2011 verließ der Mitgründer, Hauptgesellschafter und Geschäftsführer Ronald Steinmeyer den Verlag, seitdem wird das Unternehmen als Mitarbeiter-KG geführt.[1]

Themenspektrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kernthemen des Naturkost-Magazins sind gesunde Ernährung, Bio-Landbau, fairer Handel und nachhaltiger Alltag. Rubriken sind Genießen, Begegnen, Wohlfühlen, Perspektiven, Meldungen zur Branche, Genfood und Aktuelles aus Politik und Umwelt. Das Magazin besitzt einen umfangreichen Rezeptteil. Jeden Monat gibt es ein Schwerpunktthema mit vegetarischen und vollwertigen Rezepten. Seit 2003 gibt es eine Rubrik zum Thema Grüne Gentechnik.

Genfood-Nein-Danke-Aktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Aktion „Genfood Nein Danke“

Im Rahmen der Diskussion zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes begann Schrot & Korn 2004 mit umfangreichen Info-Aktivitäten zum Thema. Neben zwei Sonderteilen im Heft gründete der Verlag das Internetportal genfoodneindanke.de, um Verbraucher über Grüne Gentechnik zu informieren. Parallel unterstützt der Verlag den Informationsdienst Gentechnik, Aktionen der Verbände oder der Bauern. Klammer für alle diese Aktivitäten war das Logo „Genfood-Nein-Danke!“, eine abgeänderte Variante des Anti-Atomkraft-Logos der 1970er-Jahre.[2]

Zertifiziert Klimafreundlich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Magazin trägt seit der Ausgabe von März 2009 das SCC-Umweltzeichen. Im Februar 2009 war der Bio-Verlag und mit ihm das Magazin Schrot & Korn vom BNN als „klimafreundlich“ zertifiziert worden. Das bedeutet, dass durch die Tätigkeit des Verlags so wenig klimaschädliche Gase wie möglich erzeugt werden und die 1600 Tonnen CO2, die hauptsächlich bei der Herstellung von Schrot & Korn entstehen, kompensiert werden. Dies geschieht beispielsweise durch Unterstützung von Windkraftanlagen in Indien oder von Projekten, die Ökonutzwälder in Costa Rica anlegen.[3]

Transparenz, Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schrot & Korn gab im September 2010 bekannt, wie es sich finanziert:[4]

  1. durch Anzeigen (rund 56 Prozent des Umsatzes; zwei Drittel von Naturkost- oder Naturkosmetik-Unternehmen, der Rest aus verwandten Branchen wie Bio-Urlaub und Öko-Mode)
  2. Textanzeigen in den Grünen Seiten des Heftes und „bunte“ Anzeigen ebendort (rund 18 Prozent des Umsatzes).
  3. Zahlungen der Bio-Läden pro Heft (26 Prozent des Umsatzes)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julia Kloft: Bio-Verlag: Wenn die Mitarbeiter die Firma übernehmen. In: wuv.de. 17. Januar 2012, abgerufen am 27. September 2018.
  2. http://www.tierschutzpartei-sachsen-anhalt.de/Genfood.htm (Memento vom 22. Mai 2010 im Internet Archive)
  3. Naturkostunternehmen setzen Zeichen – Vorbildlicher Klimaschutz. In: BNN-Nachrichten. BNN, März 2009, S. 13 (n-bb.org [PDF; 1,9 MB; abgerufen am 25. September 2018]).
  4. Editorial – 25 Jahre Schrot & Korn [1]