Schwefeltetrachlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Schwefeltetrachlorid
Allgemeines
Name Schwefeltetrachlorid
Andere Namen

Schwefel(IV)-chlorid

Summenformel SCl4
CAS-Nummer 13451-08-6
Kurzbeschreibung

weiße, feinpulvrige Substanz[1]

Eigenschaften
Molare Masse 173,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

−31 °C[2]

Siedepunkt

−20 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
05 – Ätzend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​400
EUH: 014
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
Ätzend Umweltgefährlich
Ätzend Umwelt-
gefährlich
(C) (N)
R- und S-Sätze R: 14​‐​34​‐​50
S: (1/2)​‐​26​‐​45​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Schwefeltetrachlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der anorganischen Schwefelverbindungen und Chloride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwefeltetrachlorid wird durch direkte Chlorierung von Schwefel mit Chlor hergestellt.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwefeltetrachlorid ist nur im festen Zustand und unter −30 °C stabil, darüber zersetzt es sich, wobei Chlor und Schwefeldichlorid entstehen. Im festen Zustand liegt es als weiße, feinpulvrige Substanz vor. Im Intervall bis −20 °C schmilzt es unter gleichzeitiger Zersetzung.[1] Mit Wasser hydrolysiert es zu Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie.
  2. a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 13451-08-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 20. Juni 2010 (JavaScript erforderlich).
  3. Eintrag zu sulphur tetrachloride im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 13451-08-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  6. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).