Schweizerisches Nationalmuseum

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Der Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums im Landesmuseum Zürich

Das Schweizerische Nationalmuseum (SNM; französisch Musée national suisse, italienisch Museo nazionale svizzero, rätoromanisch Museum naziunal svizzer) ist das «Dachmuseum» des Bundes für Schweizer Kulturgeschichte. Sein Sitz befindet sich im Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2 in 8021 Zürich.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sammlungszentrum in Affoltern am Albis

Zur Museumsgruppe Schweizerisches Nationalmuseum gehören:

  • Landesmuseum Zürich (ehemals Schweizerisches Landesmuseum)
  • Das Château de Prangins am Genfersee wurde 1998 eröffnet. Die Dauerausstellung im Schloss Prangins befasst sich mit der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert.
  • Das Schweizerische Zollmuseum «Museo doganale Cantine di Gandria» veranschaulicht die Geschichte des Schmuggels, Aufgaben der Grenzbehörden und Methoden der Verbrechensbekämpfung.
  • Das «Forum Schweizer Geschichte Schwyz» beleuchtet mit der Dauerausstellung Entstehung Schweiz die Entstehungszeit der Eidgenossenschaft zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert aus verschiedenen Perspektiven.
  • Das «Zunfthaus zur Meisen Zürich» beherbergt die Porzellan- und Fayencensammlung des Schweizerischen Nationalmuseums.
  • Das «Sammlungszentrum» in Affoltern am Albis. Hier werden 820'000 Objekte konserviert, restauriert und gelagert.

In den Museen werden als Dauerausstellungen Exponate der Schweizer Kulturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart gezeigt, die die schweizerische Identität und die Vielfalt der Geschichte und Kultur der Schweiz darstellen.[1] Die Dauerausstellungen werden durch Wechselausstellungen zu aktuellen Themen ergänzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nationalmuseum wurde auf Grundlage des Bundesgesetzes über die Museen und Sammlungen des Bundes (Museums- und Sammlungsgesetz, MSG) vom 12. Juni 2009 gebildet. Das Gesetz trat am 1. Januar 2010 vollständig in Kraft.[2] Es löste das Bundesgesetz vom 27. Juni 1890 über die Errichtung eines Schweizerischen Landesmuseums ab.

Vor der Umsetzung der neuen Museumspolitik des Bundes im November 2008 gehörten drei weitere Museen zum Schweizerischen Landesmuseum:

  • Das Museum für Musikautomaten in Seewen SO beherbergt eine der weltweit grössten und bekanntesten Sammlungen von Schweizer Musikdosen, Plattenspieldosen, Uhren und Schmuck mit Musikwerk und anderen mechanischen Musikautomaten.
  • Das 1976 eröffnete Museum Bärengasse in Zürich wird seitdem von den Stadtbehörden als Ausstellungsgebäude genutzt.[3][4]
  • Das Schloss Wildegg erlaubt Einblick in das Leben der Schlossherrenfamilie Effinger und ihren Nutz- und Lustgarten. Es wurde auf den 1. Januar 2011 an den Kanton Aargau abgegeben.[5]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schweizerische Nationalmuseum untersteht organisatorisch dem Eidgenössischen Departement des Innern. Ihm steht der Museumsrat vor, der aus sieben bis neun fachkundigen Mitgliedern besteht. Der Bundesrat wählt die Präsidentin oder den Präsidenten sowie die übrigen Mitglieder des Museumsrats. Die Sprachgruppen sollen in dem Gremium angemessen vertreten sein, die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Museumsrat wählt als Geschäftsführung eine Direktorin oder einen Direktor. Das SNM beschäftigt 133 Angestellte. Einem Aufwand von 28'400'000 Schweizer Franken steht ein finanzieller Ertrag von 4'300'000 Schweizer Franken gegenüber. Das Amt des Präsidenten des Museumsrates ist zurzeit (Januar 2018) vakant,[6] Direktor des SNM ist Andreas Spillmann (Stand Januar 2018).[7] Der Sitz befindet sich im Landesmuseum Zürich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schweizerisches Nationalmuseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schweizerisches Nationalmuseum. In: Website des Eidgenössischen Departements des Innern, abgerufen am 10. Januar 2018.
  2. Bundesgesetz über die Museen und Sammlungen. In: Website der Bundesverwaltung.
  3. Grünes Licht für Privatmuseum «MoneyWorld». In: Neue Zürcher Zeitung. 9. Juni 2010.
  4. Museum Bärengasse. Nutzung seit Herbst 2015. In: Website der Stadt Zürich.
  5. Matthias Saxer: Der Bund will das Schloss Wildegg abstossen. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. April 2009, abgerufen am 10. Januar 2018.
  6. Über uns. Organisation. Museumsrat. Website des Schweizerischen Nationalmuseums.
  7. Schweizerisches Nationalmuseum. In: Website des Schweizerischen Nationalmuseums.

Koordinaten: 47° 22′ 44,5″ N, 8° 32′ 27,6″ O; CH1903: 683248 / 248161