Schwimmdach

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Das Drifthaus Altes Inselhaus auf Spiekeroog

Mit einem Schwimmdach versehene Drifthäuser (Drifthuusen) wurden bis ins 18. Jahrhundert im Bereich der Nordseeküste gebaut.

Funktion und Bauweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schwimmdach war eine letzte Rettungsmaßnahme bei Sturmfluten. Im Ernstfall konnten sich hierher die Bewohner retten. Im Katastrophenfall löste sich das begrenzt „seetüchtige“ Dach vom restlichen Haus, mit dem es nur durch umvernagelte Zapfen verbunden war. Der Nordwind, der die Sturmflut verursacht, sollte das Dach wie ein Schiff gegen die Küste treiben, wo sich die Bewohner retten konnten.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige solche Häuser sind beispielsweise auf Spiekeroog erhalten, darunter das „Huus Puppenstuv“, das noch heute diese Schwimmdachkonstruktion besitzt, deutlich zu erkennen an den wuchtigen alten Balken in der Stube und im Schlafzimmer einer Ferienwohnung, außerdem das „Alte Inselhaus“ mit der alten Hausnummer 20 (heute Café und Restaurant; Baujahr ca. 1703, Süderloog 4), das „Drifthuus“ und das Doppelhaus „Noorderloog“ 15/17.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]