Seekajak

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Seekajakfahrer kreuzt Lastschiff.

Das Seekajak ist ein speziell für das Seekajakfahren gebautes und ausgestattetes Kajak. Es unterscheidet sich in vielen Details vom Wildwasserkajak. Die Übergänge zu Tourenkajaks sind hingegen fließend. Es sollte nicht mit den gelegentlich im Küstenbereich verwendeten offenen Sit-on-Tops verwechselt werden.

Bauform[Bearbeiten]

Sea kayak.png

Das handelsübliche Seekajak hat Merkmale der ursprünglichen Kajaks der Inuit. Ursprünglich war es ein Jagdgerät, das Seekajak ist ein Sportgerät, welches notwendige Ausrüstungsgegenstände aufnehmen können muss.

Da meist längere Strecken zurückgelegt werden, sind Seekajaks relativ zur Breite länger als gewöhnliche Kajaks. Zwar erhöht eine lange Wasserlinie die Reibung, aber bei höheren Geschwindigkeiten vermindert sich die Wellenbildung. Für Wanderungen können sie dennoch mit genügend Ladekapazität ausgestattet sein. Wichtig ist auch das richtige Beladen des Seekajaks.

Sind sie zu schmal, wird der geringe Laufwiderstand durch eine höhere Kippeligkeit erkauft. Dafür ist das Rollen in ihnen einfacher.

Um eine ausreichende Spurstabilität zu erreichen, haben Seekajaks meist eine lange gerade Kiellinie ohne Kielsprung und entweder ein Steuer oder eine ausfahrbare Finne, welche beim Kajak auch als Skeg bezeichnet wird. Zusätzlich versucht man die Windanfälligkeit durch die Gestaltung des Oberschiffes zu vermindern. Hochgezogene Enden helfen, auf den Wellen zu reiten, anstatt sie zu durchstoßen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ein Seekajak muss den besonderen Bedingungen auf See, eventuellen Kenterungen und dem erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen. Nach einer Kenterung auf offenem Gewässer ist es essentiell, möglichst schnell wieder im Kajak fahrbereit zu sein. Durch Abschottungen wird die Menge an Wasser, die in das Kajak eindringen kann, vermindert. Nach dem Aufrichten wird das Wasser durch eine Lenzpumpe entfernt. Es gibt sie als Handpumpen, die relativ viel Wasser in kurzer Zeit befördern können. Diese haben den Nachteil, dass man nicht die Hände zum Stützen frei hat. Eine festinstallierte Pumpe erlaubt wenigstens eine freie Hand. Mit einer Fußpumpe benötigt man zum Lenzen bedeutend mehr Zeit. Ideal sind batteriegetriebene Pumpen, solange sie funktionieren.

Um sich am Kajak nach einer Kenterung mit Aussteigen festzuhalten, sind Rundumleinen (oder auch Rettungshalteleinen) befestigt. Häufig ist zumindest das Unterschiff in leicht erkennbaren Farben gestaltet. Weiße Farbe ist aufgrund der Verwechselung mit Schaumkronen der Wellen weniger geeignet als Gelb und Orange. Anstatt von Tragegriffen in Schlaufenform werden Trageknebel (Toggel) verwendet. Diese verhindern, dass ein durch das Meer bewegtes Kajak die Hand verdreht.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die für ein Seekajak verwendeten Doppelpaddel sind meist für die längere Strecke mit einer schmaleren und geringeren Paddelfläche ausgelegt.

Zur Navigation befindet sich ein festinstallierter Kompass in Sichtweite. Ebenso gibt es eine Vorrichtung zur Befestigung von Kartenmaterial.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]