Reversierstarter

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Motorsäge mit Reversierstarter
Reversierstartvorrichtung an einem Modellmotor

Als Reversierstarter bzw. Seilzugstarter wird eine mechanische Seilzug-Startvorrichtung für kleine Verbrennungsmotoren geringer Leistung und geringen Hubraums bezeichnet.

Der Reversierstarter besteht aus einem Zugseil mit einem Fingergriff als Abschluss, das auf einer Seiltrommel an einer Freilaufnabe auf dem – meist der Kraftabnahmeseite des Motors gegenüber liegenden – Kurbelwellenstumpf des Motors aufgewickelt ist. Zum Starten des Motors wird mittels des Fingergriffes das Seil kräftig herausgezogen. Die sich dadurch drehende Wickelspule wirkt dann über den Freilauf auf die Kurbelwelle und versetzt diese auf die zum Anspringen notwendige Umdrehungszahl. Das Seil wird danach automatisch durch eine Spiralfeder in die Ausgangslage zurückgeholt. Seltener gibt (bzw. gab) es auch Seilzugstarter, bei denen die Kraftübertragung über ein auf einem Schubgewinde befindliches Zahnrad erfolgt, das zuerst mittels des Gewindes in den Zahnkranz des Schwungrades des Motors eingespurt wird und dann die Kurbelwelle antreibt.

Anwendung finden Seilzugstarter insbesondere bei Arbeitsgeräten, die in der Hand geführt werden, wie Motorsägen und Motorsensen, oder bei sonstigen Verbrennungsmotoren geringer Leistung, etwa bei kleineren Generatoren (bis etwa 2,5 kW), Rasenmähern sowie maritimen Außenbordmotoren, Pocket-Bikes oder bestimmten Glühzündermotoren. Vereinzelt wurden Seilzugstarter auch für größere Motorräder verwendet. Motoren, die mit Seilzugstarter gestartet werden, haben meist einen Hubraum bis maximal 700 cm³.

Seilzugstarter älterer Bauart hatten oft keine feste Startvorrichtung mit Rückholfeder. Hier musste das lose Startseil (oder ein Startriemen) für jeden Startvorgang per Hand neu auf die Startnabe gewickelt werden.

Siehe auch: