Serafim Joantă

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Serafim Joantă (2007)

Serafim Joantă (* 4. September 1948 in Boholț, Kreis Făgăraș, Rumänien) ist seit 1994 der Rumänisch-Orthodoxe Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gymnasiale Schulausbildung bis zum Abitur absolvierte er in Făgăraș. Seine theologische Ausbildung erfolgte in einer der beiden von den Kommunisten genehmigten theologischen Hochschulen Rumäniens, nämlich in Sibiu. Dort erlangte er sein Lizenziatsdiplom. 1982 wurde er an das Orthodoxe Theologische Institut „St. Serge“ in Paris gesandt. Dort promovierte er 1985 mit einer Dissertation über die Geschichte des rumänischen Hesychasmus. Nach seiner Promotion lehrte er am gleichen Institut „Die Geschichte ökumenischer Konzilien 325–787“ und „Die Geschichte der orthodoxen Kirchen“. Kurz vor der 1989-er Wende kehrt er nach Rumänien zurück. Zwischen 1989 und 1990 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät in Hermannstadt tätig.

Kirchlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1974 und 1975 wirkte er als zölibatärer Priester im Dorf Pojorta, nahe Făgăraș. Danach, von 1975 bis 1982, war er Museograph und Priester bei der Bistumskathedrale in Alba Iulia.[1] Am 17. Februar 1990 empfing er die Tonsur als Mönch und den Rang eines Archimandriten.[2] Die Ordination zum Bischof erfolgte einen Monat später am 11. März und wurde von Metropolit Antonie Plămădeală und von den mit ihm konzelebrierenden Bischöfen vorgenommen. Dadurch wurde er Weihbischof des Erzbistums von Hermannstadt und trug den Titel Făgărășanul (von Fogarasch). Dort wirkte er bis 1994 und zu seinem Verantwortungsbereich gehörten unter anderem die Mission, die Katechese und die diakonische Aktivität der Siebenbürger Metropolie. Gleichzeitig unterrichtet er christliche Mission und orthodoxe Spiritualität an der Theologischen Fakultät in Hermannstadt.[2] Als besonderen Auftrag hat er die Leitung des missionarischen Vereins „Das Heer des Herren“, welcher damals circa 300.000 Mitglieder zählte.[3]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roumanie. Tradition et culture hesychastes. Paris, 1987.
    • deutsch: Hesychasmus. Rumänische Tradition und Kultur. Verlag Der Christliche Osten, 2003, ISBN 3-927894-36-2.
  • Le renouveau philocalique du XVIIIe siecle et son influence sur la vie liturgique. In: Liturgie. Conversion et Vie monastique. Rom 1989, S. 159–183.
  • Les disciples roumaines du staretz Paissiy. In: Messager orthodoxe. II, 1987, S. 66–78.
  • Sfânta Liturghie. In: Credința ortodoxă și viața creștină. Sibiu 1992, S. 281–298.
  • Din istoria isihasmului până în secolul XV. In: Persoană și comuniune. Prinos de cinstire Pr. Prof. Acad. Dumitru Stăniloae. Sibiu 1993, S. 549–564.
  • Deasă sau rară împărtășire. In: Neofit Kavsokalivitul, Nicodim Aghioritul: Despre dumnezeiasca împărtășanie cu preacuratele lui Hristos taine. Sibiu 1993, S. 9–24.
  • Jürgen Henkel (Hrsg.): Aus dem Glauben leben. Gesammelte Texte von Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa zur orthodoxen Theologie und Spiritualität. Schiller Verlag, Sibiu 2008, ISBN 978-973-88756-3-0.
  • Geistliche Vaterschaft und Gegenwart. In: Glaube in der 2. Welt. Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West. Heft 3/ 2009 (37. Jahrgang), ISSN 0254-4377, S. 21–23.
  • Grundlegende Werte der Orthodoxie. In: Glaube in der 2.Welt. Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West. Heft 12/ 2009 (37. Jahrgang).
  • Die Eucharistie in der orthodoxen Tradition. In: Orthodoxie aktuell. Informationen aus der Orthodoxen Kirche. Heft 6 (Juni 2010), (14. Jahrgang). S. 2–6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Henkel: Aus dem Glauben leben. Gesammelte Texte von Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa zur orthodoxen Theologie und Spiritualität. Schiller Verlag, Hermannstadt 2008, S. 19.
  2. a b Henkel: Aus dem Glauben leben. 2008, S. 21.
  3. Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland; vgl. Ioan Barbu: Lumina Nouă. Antim Ivireanu Verlag, Râmnicu Vâlcea 1997, S. 14.
  4. Decretul 667/2012 (Memento vom 6. November 2012 im Internet Archive)
  5. Verleihung der Löhe-Medaille 2013 (Memento vom 29. April 2013 im Webarchiv archive.is)
  6. Arbeit der Diakonie Neuendettelsau ist von Respekt geprägt. auf: diakonieneuendettelsau.de, 22. März 2012, abgerufen am 3. April 2013.