Siegmund Prillwitz

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Siegmund Prillwitz (* 11. April 1942) ist ein deutscher Linguist und Begründer des Instituts für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser der Universität Hamburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Germanistik begann Prillwitz 1971 die Probleme des Spracherwerbs Gehörloser zu untersuchen. Er sah die damals an deutschen Gehörlosenschulen nicht unterrichtete Gebärdensprache als entscheidend für die Kommunikation Gehörloser an und untersuchte die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als erster mit sprachwissenschaftlichen Methoden.

1987 begründete Prillwitz an der Universität Hamburg das Zentrum für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser, welches 1993 zu einem eigenständigen Institut am Fachbereich Sprachwissenschaften wurde. Als Leiter des Instituts setzte er sich für die Anerkennung der Gebärdensprache als Minderheitensprache und gegen den Oralismus ein. Er ging 2005 in den Ruhestand.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Prillwitz pensioniert, 21. September 2005