Siggener Kreis

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Der Siggener Kreis ist eine Gruppe aus Wissenschaftskommunikatoren, Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten, die sich jährlich auf dem holsteinischen Gut Siggen trifft, um über die Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation in Deutschland zu diskutieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siggener Kreis entstand auf Initiative vom Bundesverband Hochschulkommunikation und Wissenschaft im Dialog. Im Rahmen des Programms „Eine Woche Zeit“ der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. in Kooperation mit dem ZEIT Verlag kamen im Juli 2013 erstmals die Mitglieder des Siggener Kreises ohne Auftrag oder Mandat ihrer Institution zusammen, um fünf Tage lang über zentrale Themen und Trends, Chancen und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation zu debattieren. Seit dem folgten im jährlichen Abstand weitere Tagungen.

Unter dem Namen Siggener Kreis tagte im Jahr 2008 schon einmal eine andere Gruppe, die sich für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wikiprojekten einsetzte. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Neue Formen wissenschaftlicher Zusammenarbeit durch kollaborative Medien – Wie Wikipedia und andere Wikiprojekte die (Geistes-) Wissenschaften verändern (können)".

Mitglieder und Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siggener Kreis versteht sich als überinstitutioneller Arbeitskreis. Die Mitglieder nehmen persönliche an der Denkwerkstatt teil und nicht als institutionelle Vertreter. Der Siggener Kreis ist keine abgeschlossene Gruppe. Neben bereits bei früheren Tagungen mitwirkenden Personen können jedes Jahr über eine Ausschreibung zur Teilnahme an den Workshops auch neue Mitglieder hinzukommen. Die jeweils aktuellen Teilnehmer sind in den Dokumentationen der Tagungen aufgeführt.

Bisherige Ergebnisse der Tagungen sind der Siggener Denkanstoß zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation im Jahr 2013[1], der Siggener Aufruf im Jahr 2014[2] und die Siggener Impulse 2015[3]. Basierend auf dem „Siggener Aufruf“ hat ein überinstitutioneller Arbeitskreis „Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR“ entwickelt. [4]

Die Anregungen des Siggener Kreises werden in den Diskussionen zur Wissenschaftskommunikation in Deutschland an verschiedener Stelle aufgegriffen, zum Beispiel seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung[5] oder in Blogs und Online-Magazinen zur Wissenschaftskommunikation. [6][7]. Auch in der wissenschaftlichen Fachliteratur werden die Überlegungen des Siggener Kreiees aufgegriffen und diskutiert [8]. Ebenso war das Arbeitspapier des Siggener Kreises Thema bei einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema "Stand und Perspektiven der Wissenschaftskommunikation" des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag[9].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siggener Kreis: Siggener Denkanstoß 2013. 2013, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  2. Siggener Kreis: Siggener Aufruf 2014. 2014, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  3. Siggener Kreis: Siggener Impulse 2015. 2015, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  4. wissenschaftskommunikation.de: Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR. 25. Oktober 2016, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  5. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Vier Thesen – Impulse für die Wissenschaftskommunikation; Impulsvortrag vom Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Müller". 2014, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  6. Ulrike Wolpers: PR-Boulevard: „Tonminerale helfen chronisch Nierenkranken“. 2014, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  7. Jens Rehländer: Welche Wissenschaftskommunikation der Siggener Kreis will. 2014, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  8. Carsten Könnecker: Wissenschaftskommunikation in vernetzten Öffentlichkeiten. In: Heinz Bonfadelli, Birte Fähnrich, Corinna Lüthje, Jutta Milde, Markus Rhomberg, Mike S. Schäfer (Hrsg.): Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-12897-5, S. 453–476.
  9. Deutscher Bundestag: 14.10.2015: Öffentliches Fachgespräch zum Thema "Stand und Perspektiven der Wissenschaftskommunikation". 2015, abgerufen am 19. Oktober 2017.