Sipho (Organ)

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Sandklaffmuschel mit ausgestülptem Sipho

Als Sipho (Plural: Siphonen), Siphe (gr. siphon „Röhre“, „Spritzer“, „Heber“) oder Siphon[1] wird ein röhrenförmiges Organ bei unterschiedlichen Gruppen von Weichtieren (Mollusca) bezeichnet.

  • Bei den Kopffüßern (Cephalopoda) ist es ein häutiger Strang, der von einer kalkigen Hülle (Siphonalhülle) umgeben ist. Er zieht sich von der Wohnkammer ausgehend rückwärts durch alle Gehäusekammern. Der Sipho kann nach dem Rückstoßprinzip zur Fortbewegung genutzt werden.
  • Bei manchen Schnecken (Gastropoda) ist der Sipho ein Fortsatz des Mantelrandes zur Einleitung des Atemwassers.
  • Bei den Muscheln (Bivalvia) gibt es zwei Öffnungen (Atem- und Aftersipho) am hinteren Mantelrand, die miteinander verwachsen und zu einer Röhre verlängert sind.

Als Siphon wird bei Insekten ein Atemrohr, das unter Wasser als Schnorchel verwendet wird, bezeichnet[2].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sipho - In: Lexikon der Biologie

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simone Rothgangel: Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie und Soziologie. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-131-36422-7, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Christopher D. Moyes: Tierphysiologie. Pearson Deutschland GmbH, 2008, ISBN 978-3-827-37270-3, S. 457 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]