Organ (Biologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Dieser Artikel behandelt das Organ in der Biologie, für weitere Bedeutungen siehe Organ
Schema: Anatomie einer Schlange:
1 Speiseröhre
2 Luftröhre
3 Tracheallunge
4 rudimentäre linke Lunge
5 rechte Lunge
6 Herz
7 Leber
8 Magen
9 Luftsack
10 Gallenblase
11 Bauchspeicheldrüse
12 Milz
13 Darm
14 Hoden
15 Nieren
Die inneren Organe der Frau in Thorax und Abdomen (Zeichnung von Leonardo da Vinci um 1507)

Ein Organ (von altgriechisch ὄργανον órganon ‚Werkzeug‘, ‚Sinneswerkzeug‘)[1] ist ein spezialisierter Körperteil aus unterschiedlichen Zellen und Geweben. Ein Organ ist eine abgegrenzte Funktionseinheit in einem vielzelligen Lebewesen. Ein Organ geht auf eine eigene Organanlage zurück und durchläuft eine spezifische Organogenese. Das Zusammenspiel der Organe realisiert den Organismus. Organe sind funktional durch Organsysteme direkt miteinander verbunden. Auch Einzeller besitzen geordnete Funktionseinheiten in der Zelle. Bei Prokaryoten sind diese frei im Cytosol, bei Eukaryoten sind einige von einer Membran umschlossen (Organellen).

Funktionale Klassifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine einheitliche Zuordnung von bestimmten Funktionen zu Organen ist oft problematisch, da viele Organe bei verschiedenen Lebewesen unterschiedliche Aufgaben übernehmen können, die bei anderen Lebewesen auf mehrere Organe verteilt sind. Ein Beispiel ist hierfür die Kieme von Fischen, die sowohl für die Atmung als auch für die Stoffausscheidung dient und somit teilweise die Funktion einer Niere ersetzt.

Organe beim Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten auf Grundlage folgender Vergleichswerte: Alter 20–30 Jahre, Lebensdauer 70 Jahre, Größe: 170 cm, Gewicht: 70 kg und Körperfläche von 1,8 Quadratmeter. (Nicht berücksichtigt wurden hier die Sinnesorgane und die Geschlechtsorgane.)

Körperteil Gewicht Anteil
Muskeln 30,0 kg 43,0 %
Skelett ohne Knochenmark 7,0 kg 10,0 %
Haut und subkutanes Gewebe 6,1 kg 8,7 %
Blut 5,4 kg 7,7 %
Verdauungstrakt 2,0 kg 2,9 %
Leber 1,7 kg 2,4 %
rotes Knochenmark 1,5 kg 2,1 %
Gehirn 1,3 kg 1,8 %
beide Lungenflügel 1,0 kg 1,4 %
Herz 0,3 kg 0,43 %
beide Nieren 0,3 kg 0,43 %
Schilddrüse 0,02 kg 0,03 %
Milz 0,18 kg 0,26 %
Gesamt 70 kg 100 %

Pflanzenorgane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Grundorgan

Unter dem Begriff Pflanzenorgane versteht man die einzelnen funktional, aber nicht rein morphologisch klassifizierbaren Teile einer Pflanze. Im Wesentlichen sind dies die verschiedenen Spross-, Blatt- und Wurzeltypen und ihrer Einzelteile sowie Metamorphosen derselben.

Analog den Funktionen tierischer Organe dienen die Pflanzenorgane den Hauptaufgaben

Sprossachse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Organe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München/Wien 1965.