Slavník

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Slavník († 18. März 981 in Libice nad Cidlinou) war ein Adliger aus dem Geschlecht der Slavnikiden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er gilt in der allgemeinen Geschichtsschreibung als der Gründer des nach ihm benannten Geschlechts.[1] Allerdings wird in den zeitgenössischen Quellen über Slavník kaum berichtet, die meisten Informationen stammen aus der Chronica Boemorum von Cosmas von Prag.

Es gibt jedoch Indizien über diese Person, die Schilderungen Cosmas bestätigen. So soll er ein reicher und mächtiger Regent gewesen sein. Dass er eine hohe Stellung innehatte, zeigen die gefundenen Münzen, in denen er als „Dux“ (Herzog) bezeichnet wird und dass er seinen Söhnen ein aufwendiges Studium in Magdeburg ermöglichte. Allerdings geht die moderne Geschichtsforschung davon aus, dass er keine gleichwertige herrschende Stellung neben den Přemysliden in Böhmen hatte, da zu seiner Zeit nur Boleslav II. als Herrscher Böhmens anerkannt war.

Slavnik soll mit den Přemysliden verwandt gewesen sein, aber laut Bruno von Querfurt auch mit den Liudolfingern. Eine Verwandtschaft mit den Fürsten von Zlicko wird ebenfalls angenommen.[2]

Slavnik war mit Sřetislava, der Schwester von Wenzel von Böhmen und Boleslav I. aus dem Geschlecht der Přemysliden verheiratet.[3] Einer seiner unehelichen Söhne war Gaudentius, der spätere Erzbischof von Gnesen, ein anderer St. Adalbert von Prag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. František Palacký: Dějiny národu Českého.
  2. Jiří Sláma: Slavníkovci ve středověkém písemnictví.
  3. Johann Loserth: Der Sturz des Hauses Slawnik.