Slew rate

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

In der Elektronik wird als slew rate die Anstiegsrate, Flankensteilheit oder die maximale Anstiegs- oder Abfallgeschwindigkeit der Ausgangsspannung einer Verstärker- oder Treiberschaltung, speziell eines Operationsverstärkers, bezeichnet.

Auswirkung der slew rate (grün) auf die Übertragung eines Rechteckpulses

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die slew rate ist die maximale Steilheit der Flanke der Ausgangsspannung , wenn am Eingang ein Rechtecksignal anliegt, das den Verstärker vollständig aussteuert (Großsignal-Antwort):

In Datenblättern wird die slew rate in Volt pro Mikrosekunde angegeben. Der Zusammenhang zur Großsignal-Grenzfrequenz eines Verstärkers ist gegeben durch die Ableitung dU/dt. Eine sinusförmige Spannung:

hat die größte Steigung im Nulldurchgang:

Die benötigte slew rate ist also proportional zur Signalamplitude und zur Frequenz . D. h., ein Verstärker überträgt ein Signal mit großer Amplitude möglicherweise weniger korrekt als ein kleines Signal. In Datenblättern von Operationsverstärkern werden deshalb sowohl die slew rate (Großsignalverhalten) als auch die Grenz- bzw. Transitfrequenz (beschreibt das Kleinsignalverhalten) angegeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]