Soziales Unternehmen

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Als Soziale Unternehmen verstehen sich verschiedene Betriebe und Beschäftigungsträger, die Arbeit, Beschäftigung und Qualifikation für Behinderte, Benachteiligte und andere Zielgruppen der Arbeitsmarktpolitik schaffen wollen.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziale Unternehmen sind zum einen Beschäftigungsträger, die Qualifizierung und befristete Beschäftigung anbieten, zum anderen Integrationsunternehmen, die vom Gesetzgeber bereits dem allgemeinen Arbeitsmarkt zugeordnet wurden.

Darüber hinaus kommen noch folgende Organisationen als soziale Unternehmen in Betracht (Deutschland):[1]

  • Unternehmen der Genossenschaftsbewegung,
  • Wohlfahrtsorganisationen,
  • Stiftungen
  • Ideelle Vereinigungen
  • Freiwilligendienste bzw. -agenturen
  • Alternativ-, Frauen-, Männer- und Umweltbewegung
  • Selbsthilfebewegung
  • Soziokulturelle Zentren
  • Tauschsysteme auf Gegenseitigkeit
  • Nachbarschafts- und Gemeinwesenökonomieinitiativen

Unterschied zu Sozialunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sozialunternehmen[2] (Social Entrepreneurs) wollen soziale Probleme mit innovativen unternehmerischen Konzepten lösen. Sie versuchen, die gesellschaftlichen Bedingungen dafür, dass ein soziales Problem besteht, mit unternehmerischen Mitteln zu verändern. Dafür entwickeln sie Geschäftsmodelle, die sich selber tragen. Das ist nicht immer einfach. Der Grund dafür ist, dass Sozialunternehmer meist in schwierigen gesellschaftlichen Bereichen aktiv sind, die nicht wie klassische Märkte nach Angebot und Nachfrage funktionieren.

Unterschied zu Verantwortlicher Unternehmensführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Verantwortlicher Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility / CSR)[3] übernehmen Unternehmen ebenfalls gesellschaftliche Verantwortung. Im Vordergrund steht hier allerdings die Frage: Wie kann man seiner sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung im Unternehmen gerecht werden. Dabei geht es hier nicht darum, was das Unternehmen „Gutes“ mit seinen Gewinnen tun kann, sondern wie es diese Gewinne erwirtschaftet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Spektrum sozialer Unternehmen in Deutschland: Karl Birkhölzer: Drittes System und Soziale Ökonomie im europäischen Kontext. In: Birkhölzer, Klein, Priller, Zimmer (Hrsg.): Dritter Sektor / Drittes System. Wiesbaden 2005, S. 87
  2. GründerZeiten 27 "Soziales Unternehmertum". Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 22.8.2016.
  3. Christel Nelius & Felix Dresewski: Verantwortliche Unternehmensführung – Corporate Social Responsibility (CSR) im Mittelstand. Berlin 2014. Hrsg.: UPJ. ISBN 978-3-937765-04-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]