Spannklemme

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Schienenhalter mit Vossloh-Klemme (Oberbau W)
Spannklemme eingebaut

Spannklemmen (Abk.: Skl) sind Stahlfedern, die die Eisenbahnschienen auf die Bahnschwellen drücken. Die Spannklemme wurde im Jahre 1967 von Professor Hermann Meier entwickelt.[1]

Wirkungsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verspannung erfolgt durch Schrauben. Die Spannkraft der Spannklemmen ist so ausgelegt, dass verschweißte Schienen auch bei einem Bruch in ihrer Position gehalten werden und sich keine gefährliche Lücke bildet.

Durch die Gestaltung der Spannklemmen in W-Form werden zusätzliche Sicherheitsaspekte integriert. Während die Schiene mit den beiden hochelastischen äußeren Federarmen niedergehalten wird, dient die Mittelschleife als zusätzlicher Kippschutz (second stiffness), der bei Erreichen einer bestimmten Kraft aktiviert wird und die Schiene daran hindert, zu kippen (rotation, zum Beispiel beim Durchfahren enger Bögen) oder sich von der Schwelle abzuheben.

Durch den Federweg passt sich die Spannklemme an im Laufe der Zeit auftretende Verformungen des Gleisbetts an. Dadurch benötigt ein mit Spannklemmen ausgestattetes Gleis kein regelmäßiges Nachziehen der Schrauben.

Die Spannklemme ist Teil des gesamten, ohne Einsatz zusätzlicher loser Isolatoren elektrisch isolierten Schienenbefestigungssystems, das pro Schwelle besteht aus: 4 Spannklemmen zur Verspannung der Schienen mit der Unterlage/Schwelle; 4 Winkelführungsplatten, die einen exakten Schienenkanal bilden; 4 Schwellenschrauben, mit denen die Spannklemmen verschraubt werden und die in 4 in der Betonschwelle eingegossenen Schraubdübeln verankert sind, sowie 2 Schienen-Zwischenlagen unter den beiden Schienen, welche die elastische Einsenkung der Schiene erlauben.

Das gesamte Schienenbefestigungssystem wird auf der Schwelle vormontiert und zusammen mit der Schwelle auf die Baustelle gebracht. Lediglich die Schienen werden auf die ausgelegten Schwellen ausgelegt und mit den Spannklemmen verspannt.

Eine hohe Elastizität des Schienenbefestigungssystems reduziert die Riffelbildung durch Minimierung der sekundären Durchbiegung der Schienen und damit die hieraus entstehenden Vibrationen mit entsprechender Schallabstrahlung, die impact loads, und damit die Unterhaltungsarbeit für den Schotter sowie die Körperschallabstrahlung/Vibrationen. Gleichzeitig erhöht sich der Fahrkomfort, und die Fahrzeuge werden geschont.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte des Vossloh-Konzerns, abgerufen am 17. Oktober 2016.