Splash Screen

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Ein Splash Screen von Inkscape mit Logo und Versionsangabe

Als Splash Screen (deutsch (infml.): Startbildschirm) bezeichnet man einen grafischen Platzhalter, der während des Ladens oder Startens eines Computerprogramms erscheint.

Während Splash Screens in für textbasierenden Betriebssystemen wie DOS oder für Smartphones und Tablets geschriebene Anwendungen oft den gesamten Bildschirm ausmachen, füllen Desktop-Anwendungen in grafischen Benutzeroberflächen meist nicht den gesamten Bildschirm aus, sondern werden häufig in einem rechteckigen Bereich in der Bildschirmmitte angezeigt.

Der Splash Screen eines Betriebssystems nimmt jedoch meist den gesamten Bildschirm ein und wird „Bootscreen“ genannt.

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Splash Screen wird meist von großen Computerprogrammen verwendet, um den Anwender darüber zu informieren, dass das Programm gerade geladen oder gestartet wird und somit Aktivität suggeriert oder tatsächlich angezeigt wird.[1] Dadurch erhält der Anwender sofort nach dem Starten des Programms (z.B. durch Anklicken des Programmsymbols mit der Maus) eine erste Reaktion des Programms und muss sich nicht fragen, ob das Programm überhaupt startet. Der Splash Screen verschwindet im Allgemeinen, wenn das Hauptfenster des Programms erscheint.

Machen kleinere Programme auch von Splash Screens Gebrauch, geschieht das meist aus marketingstrategischem Hintergrund: das Produkt soll mit einem Splash Screen Assoziationen herstellen oder wecken, indem ihm schon vorab ein farbliches oder designtechnisches Klischee aufgespielt wird. Nutzer, die z. B. Ubuntu kennen, werden sich als Erstes an Orange-Violette-Töne erinnern, wohingegen Microsoft Word oder Fedora als blaues Produkt wahrgenommen wird. Auch Google scheint dieses Prinzip zu nutzen.[2]

Obwohl ein Splash Screen von vielen Anwendern und Entwicklern eher als eine Spielerei eingestuft wird, wird seit Version 6.0 der Java Runtime Environment die Anzeige eines Splash Screens nativ unterstützt, damit der Anwender bereits eine Reaktion des Programms sieht, bevor die Klassen für die grafische Benutzeroberfläche geladen wurden, die sonst für einen Splash Screen notwendig wären.[3] Dies unterstreicht, wie wichtig ein Splash Screen für die gefühlte Reaktionszeit eines Programms ist.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Walter Doberenz: Visual C# 2012 Kochbuch. 1 Auflage. Hanser Verlag, München 2012, ISBN 978-3-446-43438-7.
  2. Google Fights Microsoft With New Android Branding. Ewan Spence. 27. Juni 2015. Abgerufen am 14. November 2015.
  3. SplashScreen (Java Platform SE 6). Abgerufen am 8. September 2015.