Inkscape

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Inkscape
Inkscape Logo.svg
Inkscape 0.48.1.png
Inkscape 0.48
Basisdaten
Entwickler Inkscape Community
Erscheinungsjahr 2003
Aktuelle Version 0.91[1][2]
(28. Januar 2015)
Betriebssystem FreeBSD, Linux, Windows, OS X
Programmier­sprache C++
Kategorie Vektorgrafik-Programm
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
inkscape.org

Inkscape (Kofferwort aus engl. ink, „Tinte“ und -scape wie in landscape, „Landschaft“) ist eine freie, plattformunabhängige Software zur Bearbeitung und Erstellung zweidimensionaler Vektorgrafiken.[3] Das Programm eignet sich zum Erstellen einseitiger Dokumente wie Logos, Vektorkunst, technischen Diagrammen, Landkarten, Stadtplänen, Flugblättern, CD-Motiven, Postern, Schriftzügen, Comics usw.

Arbeitsdateien werden in einem Format, welches auf dem quellenoffenen, auf XML-basierenden Scalable Vector Graphics W3C-Standard basiert, gespeichert. Aufgrund dessen lassen sich Arbeitsdateien ohne Konvertierung in vielen Bildbetrachtern darstellen. [4]

Funktionalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstellung von Pfaden und Objekten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Objekte können auf unterschiedlichen Wegen angelegt werden. Es lassen sich grafische Primitive, Bézier-Kurven, bewegliche Verbindungen und Textfelder erzeugen, Rastergrafiken importieren sowie Freihandlinien und kaligraphische Figuren zeichnen. Zudem lassen sich geschlossene Pfade mit Polygonen, welche ihre Form autonom an die Form des Pfades anpassen, füllen.

Liste aller grafischen Primitive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verformung von Pfaden und Objekten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Objekte und Pfade lassen sich durch Koordinatentransformationen sowie Verschiebung einzelner Punkte manipulieren. Texte lassen sich hart formatieren.

Viewport in Inkscape.png

Kolorierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es lassen sich sowohl einzelne Farben wie auch Farbverläufe auf Objekte projektieren. Farblich komplexere Oberflächen lassen sich mit Hilfe der integrierten Filter erstellen.

Outline Map of Altai Krai.svg

Vektorisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Vektorgrafiken lassen sich auch Rastergrafiken in Inkscape-Projekte importieren. Diese lassen sich mit Hilfe des Menüs "Bitmaps nachzeichnen" vektorisierten.

Währungssymbol (Vektorisierung).svg

Export[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inkscape-Projekte lassen sich u.a. in unterschiedlichen SVG Formaten sowie als PNG- und als PDF-Dateien exportieren.[5]

Inkscape-Exportieren.png

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inkscape entstand 2003 als Abspaltung des Vektorzeichenprogramms Sodipodi auf Grund von Unstimmigkeiten über die Ziele und den Entwicklungsweg.[6] Im Zuge der Aufspaltung wechselte man von der Programmiersprache C zu C++ und von der Bibliothek GTK+ zur C++-Variante gtkmm. Eine weitere große Änderung betraf die Benutzeroberfläche: Die Benutzeroberfläche von Sodipodi orientierte sich an GIMP und CorelDRAW, die neu gestaltete Benutzeroberfläche von Inkscape hingegen an Xara Xtreme. Zudem wurde Inkscape gegenüber Sodipodi um eine Vielzahl neuer Funktionen ergänzt.

Das Autorenteam bestand zum Zeitpunkt der Abspaltung aus drei US-Amerikanern; zusammen mit einem Kanadier bilden sie momentan die Administrationsebene. Die Anzahl weiterer gleichzeitig aktiver Autoren war bisher nicht größer als ein bis zwei Dutzend – insgesamt haben jedoch inzwischen an die hundert Autoren Programm- und Übersetzungsbeiträge geleistet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sirko Kemter: Inkscape: Praxisbuch mit Übungen und Videotutorials, mitp, Frechen, 2012, ISBN 978-3826690341
  • Uwe Schöler: Inkscape: Professionelle Vektorgrafiken gestalten. Addison-Wesley, München, 2010, ISBN 978-3-8273-2911-0.
  • René Gäbler: Inkscape kompakt, professionelle Grafiken mit dem freien Vektorgrafikprogramm für Mac, Linux und Windows. Bomots, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-939316-45-9.
  • Katharina Sckommodau: Inkscape. Vektorgrafiken gestalten – Für Mac, PC und Linux. dpunkt, Heidelberg, 2008, ISBN 978-3-89864-553-9.
  • Dimitry Kirsanov: The Book of Inkscape – The Definitive Guide to the Free Graphics Editor. no starch press, San Francisco, 2009, ISBN 978-1-59327-181-7.
  • Uwe Schöler: Inkscape: Der Weg zur professionellen Vektorgrafik, Hanser, München 2014, ISBN 978-3-446-43865-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Inkscape Version 0.91 is Released! – Veröffentlichungsmitteilung zu Inkscape 0.91
  2. Release Notes zu Inkscape 0.91
  3. DeFAQ – Inkscape Wiki (Was ist Inkscape? – Antwort auf der Offiziellen Inkscape-Website)
  4. Übersicht | Inkscape. In: inkscape.org. Abgerufen am 21. Mai 2016.
  5. Features | Inkscape. In: inkscape.org. Abgerufen am 21. Mai 2016.
  6. DeFAQ – Inkscape Wiki (Warum die Trennung von Sodipodi?)