Inkscape

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Inkscape
Inkscape Logo.svg
Entwickler Inkscape Community
Erscheinungsjahr 2003
Aktuelle Version 0.92.1[1]
(13. Februar 2017)
Betriebssystem Linux
macOS
Windows
Programmiersprache C++
Kategorie Vektorgrafik-Programm
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
inkscape.org
Dateien Inkscape

Inkscape (Kofferwort aus englisch ink, „Tinte“ und -scape wie in landscape, „Landschaft“) ist eine freie, plattformunabhängige Software zur Bearbeitung und Erstellung zweidimensionaler Vektorgrafiken.[2] Das Programm eignet sich zum Erstellen einseitiger Dokumente wie Logos, Vektorkunst, technischen Diagrammen, Landkarten, Stadtplänen, Flugblättern, CD-Motiven, Postern, Schriftzügen, Comics usw.

Arbeitsdateien werden in einem Format gespeichert, welches auf dem quellenoffenen, auf XML-basierenden Scalable Vector Graphics W3C-Standard basiert. Daher lassen sich Arbeitsdateien ohne Konvertierung in vielen Bildbetrachtern darstellen.[3]

Funktionalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiel: Vektorkarte
Beispiel: Vektorisierung einer Glyphe
Dialog für den Datei-Export

Objekte können auf unterschiedlichen Wegen angelegt werden. Es lassen sich grafische Primitive, Bézier-Kurven, bewegliche Verbindungen und Textfelder erzeugen, Rastergrafiken importieren sowie Freihandlinien und kalligraphische Figuren zeichnen. Alle Objekte lassen sich mit booleschen Operationen an anderen Objekten schneiden oder miteinander vereinen. Zudem lassen sich geschlossene Pfade mit Polygonen füllen, welche ihre Form autonom an die Form des Pfades anpassen. Objekte und Pfade lassen sich durch Koordinatentransformationen sowie Verschiebung einzelner Punkte manipulieren. Texte lassen sich hart formatieren oder auf einen beliebig geformten Pfad legen. Fliesstexte können über mehrere Textblöcke verteilt dargestellt werden. Es lassen sich sowohl einzelne Farben als auch Farbverläufe oder Masken auf Objekte projektieren. Farblich komplexere Oberflächen lassen sich mit Hilfe der integrierten Filter erstellen. Es gibt auch diverse Filter, welche künstlerische Effekte erzeugen und die Form von Pfaden verändern. Neben Vektorgrafiken lassen sich auch Rastergrafiken in Inkscape-Projekte importieren und vektorisierten.[4] In der Ausgabe für PDF und PostScript wird nun in Version 0.92 PostScript Level 3 unterstützt für komplexe Farbverläufe durch das neue Verlaufsgitterwerkzeug.[5]

Liste aller grafischen Primitive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dateiformate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inkscape nutzt hauptsächlich das Dateiformat Scalable Vector Graphics (SVG). Alle anderen Dateiformate, die das Programm importiert oder exportiert, werden zu SVG konvertiert. Inkscape nutzt in die SVG-Daten eingebettet Cascading Style Sheets (CSS). Es setzt jedoch weder den gesamten Standard von SVG, noch den von CSS um. Der bedeutendste nicht unterstützte Teil betrifft die im SVG-Standard enthaltenen Möglichkeiten für die Animation.

Inkscape kann standardmäßig die folgenden Dateiformate importieren:

Mit Hilfe eines Plugins können folgende Dateiformate importiert werden:

Inkscape kann standardmäßig die folgenden Dateiformate exportieren:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inkscape entstand 2003 als Abspaltung des Vektorzeichenprogramms Sodipodi auf Grund von Unstimmigkeiten über die Ziele und den Entwicklungsweg.[6] Im Zuge der Aufspaltung wechselte man von der Programmiersprache C zu C++ und von der Bibliothek GTK+ zur C++-Variante gtkmm. Eine weitere große Änderung betraf die Benutzeroberfläche: Die Benutzeroberfläche von Sodipodi orientierte sich an GIMP und CorelDRAW, die neu gestaltete Benutzeroberfläche von Inkscape hingegen an Xara Xtreme. Zudem wurde Inkscape gegenüber Sodipodi um eine Vielzahl neuer Funktionen ergänzt.

Das Autorenteam bestand zum Zeitpunkt der Abspaltung aus drei US-Amerikanern; zusammen mit einem Kanadier bilden sie momentan die Administrationsebene. Die Anzahl weiterer gleichzeitig aktiver Autoren war bisher nicht größer als ein bis zwei Dutzend – insgesamt haben jedoch inzwischen an die hundert Autoren Programm- und Übersetzungsbeiträge geleistet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sirko Kemter: Inkscape: Praxisbuch mit Übungen und Videotutorials, mitp, Frechen, 2012, ISBN 978-3-8266-9034-1
  • Uwe Schöler: Inkscape: Professionelle Vektorgrafiken gestalten. Addison-Wesley, München, 2010, ISBN 978-3-8273-2911-0
  • René Gäbler: Inkscape kompakt, professionelle Grafiken mit dem freien Vektorgrafikprogramm für Mac, Linux und Windows. Bomots, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-939316-45-9
  • Katharina Sckommodau: Inkscape. Vektorgrafiken gestalten – Für Mac, PC und Linux. dpunkt, Heidelberg, 2008, ISBN 978-3-89864-553-9
  • Dimitry Kirsanov: The Book of Inkscape – The Definitive Guide to the Free Graphics Editor. no starch press, San Francisco, 2009, ISBN 978-1-59327-181-7
  • Uwe Schöler: Inkscape: Der Weg zur professionellen Vektorgrafik, Hanser, München 2014, ISBN 978-3-446-43865-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Inkscape – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Inkscape – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Release Notes zu Inkscape 0.92.1
  2. DeFAQ – Inkscape-Wiki - Was ist Inkscape? – Antwort auf der offiziellen Inkscape-Website
  3. Übersicht - Inkscape.org. In: inkscape.org. Abgerufen am 21. Mai 2016.
  4. Features | Inkscape. In: inkscape.org. Abgerufen am 21. Mai 2016.
  5. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vektorgrafikprogramm-Inkscape-0-92-bringt-zahlreiche-neue-Funktionen-3589507.html
  6. DeFAQ – Inkscape Wiki (Warum die Trennung von Sodipodi?)