Stückkohle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stückige Steinkohle

Mit Stückkohle werden Kohlemengen bezeichnet, die aus unterschiedlich großen Stücken bestehen, so, wie sie aus dem Flöz gebrochen und gefördert wurden, ohne die Kohle weiter zu zerkleinern. Einsatzgebiete für Stückkohle sind oder waren Dampflokomotiven, Dampfschiffe und größere stationäre Feststofffeuerungsanlagen die die Kohle in einem Festbett verbrennen.

Für Kleinfeueranlagen (Hausbrand) wird die Kohle gebrochen und klassiert. Die in der Größe einheitliche Kohlemengen werden in verschiedenen Größenklassifizierungen unterschieden. Je nach Körnung wird – regional unterschiedlich – auch von Brocken, Knabben, Bruchkohle, Nusskohle, Würfelkohle, Siebkohle, Rostkohle oder Grus gesprochen.[1]

In modernen Kraftwerken wird gemahlene Feinkohle verwendet und im Gasstrom oder Wirbelbett verbrannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Leo: Die Brennmaterialien Lehre. Druck und Verlag von G Basse, Quedlinburg 1860
  • H. B. Geinitz: Geologie der Steinkohlen Deutschlands und anderer Länder Europas, mit Hinblick auf ihre technische Verwendung. R. Oldenbourg, München 1865

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7