St. Dionysius (Borbeck)

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Pfarrkirche St. Dionysius
Pfarrkirche St. Dionysius

Die katholische Pfarrkirche St. Dionysius ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Borbeck, einem Ortsteil von Essen in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Patrozinium deutet auf eine Gründung im 10. Jahrhundert hin. Die Kirche ist eine Mutterkirche, aus der 21 Pfarreien hervorgegangen sind. Sie liegen zum Teil in Groß-Borbeck und Oberhausen. Nach älteren Forschungen und einem Modell im Essener Ruhrlandmuseum stand zuerst im 12. Jahrhundert ein romanischer Bau, der im 13. Jahrhundert gotisch erweitert wurde. Das mittelalterliche Gebäude brach man 1860 ab. Ein Neubau wurde notwendig, weil die alte Kirche zu klein geworden war.

1862 legte Pastor Johann Joseph Legrand den Grundstein. Die dreischiffige, neugotische Backsteinbasilika wurde 1862/63 nach einem vereinfachten Entwurf von Vincenz Statz aus dem Jahr 1854, durch Reg.Baurat Carl Krüger aus Düsseldorf der Baumeister Clemens Guinbert beauftragt und unter Aufsicht des Essener Kreisbaumeisters August Kind, errichtet. Die Konsekration der Kirche erfolgte durch den Kölner Erzbischof Paulus Melchers im Jahr 1867. Der Chor ist polygonal, der Westturm ist vorgesetzt. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg, am 25. Oktober 1944, von zwei Luftminien getroffen und bis auf den Turm stark zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten dauerten bis 1951. Von 1962 bis 1963 erfolgte eine Neugestaltung des Kircheninnenraums. Anstelle des Gewölbes wurde eine gefaltete Betondecke eingebaut. Der Zelebrationsaltar wurde vorgezogen und der freigewordene Chorraum durch eine Mauer abgetrennt. So entstand eine Anbetungskapelle.[1] In die Wand wurde das Sakramentshaus eingebaut und wurde so Ort der Aussetzung.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Epitaph der Essener Äbtissin Elisabeth von Manderscheid-Blankenheim vom 16. Jahrhundert aus Baumberger Sandstein. Im Mittelfeld kniet die Äbtissin vor dem Kruzifix.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1983 von Romanus Seifert unter Verwendung von Teilen des Pfeifenmaterials der Vorgängerorgel erbaut. Das Instrument hat 41 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur ist elektrisch.

I Rückpositiv c–g3
Gedackt 8′
Quintadena 8′
Praestant 4′
Blockflöte 4′
Octave 2′
Quinte 113
Sesquialter I-II
Scharff IV
Dulcian 16′
Krummhorn 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
Gedacktpommer 16′
Praestant 8′
Gemshorn 8′
Octave 4′
Koppelflöte 4′
Superoctave 2′
Cornett V (ab f)
Mixtur V 113
Cymbel III
Trompete 8′
III Schwellwerk C–g3
Holzprinzipal 8′
Gamba 8′
Vox Coelestis 8′ (ab c)
Principal 4′
Querflöte 4′
Quinte 223
Schwegel 2′
Terz 135
Mixtur V 2′
Basson 16′
Trompete harm. 8′
Clairon 4′
Tremulant
Pedal C–f1
Prinzipal 16′
Subbaß 16′
Octavbaß 8′
Pommer 8′
Choralbaß 4′
Hintersatz IV
Posaune 16′
Trompete 8′
Schalmei 4′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen I: Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X, S. #.
  • Ludwig Theben, Theo Kellersohn: Pfarrkirche St. Dionysius, Essen-Borbeck. In: Heinz Dohmen (Hg.): Abbild des Himmels. Tausend Jahre Kirchenbau im Bistum Essen. Hoppe und Werry, Mülheim an der Ruhr 1977, ohne ISBN, S. 88–90.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfarrkirche St. Dionysius – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bischöfliches Generalvikariat Essen, Abt. Information/Bischöfliche Pressestelle (Hg.): Unser gemeinsamer Weg. 25 Jahre Bistum Essen. Edition Werry, Mülheim an der Ruhr 1982. ISBN 3-88867-019-5. S. 66.

Koordinaten: 51° 28′ 27,9″ N, 6° 56′ 59,5″ O