Deutscher Kunstverlag

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Deutscher Kunstverlag
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Rechtsform GmbH
Gründung 1921
Sitz Berlin und München

Der Deutsche Kunstverlag (DKV) ist ein auf Kunstbücher, -reihen und -schriften spezialisierter Verlag der Deutschen Kunstverlag GmbH mit Sitz in Berlin und München. Seine Schwerpunkte sind Kunst- und Kulturgeschichte, Architektur und Denkmalpflege.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Deutsche Kunstverlag wurde 1921 in Berlin von einer Reihe renommierter Gesellschafter des Verlagswesens gegründet, den Verlagen Insel, E. A. Seemann, die Deutsche Verlags-Anstalt, Julius Hoffmann Verlag, G. Grote, Julius Bard und Walter de Gruyter sowie das Bankhaus Delbrück-Schickler & Co. Da der Verlag die reichen Bestände der ehemaligen Messbildanstalt (siehe Albrecht Meydenbauer) verwaltete, war er der Kunsttopographie auf der Grundlage der Fotografien verbunden.

Bereits seit 1925 erscheinen einige der Buchreihen, die das Verlagsprofil teilweise bis heute bestimmen, andere sind im Laufe der Jahre hinzugekommen. Neben den wissenschaftlichen Publikationen sind es vor allem die Kunstbücher und Ausstellungskataloge, die das Programm des Verlages ausmachen.

Der Verlag verlegte nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Sitz nach München. In den 1990er Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts kam der Verlag in häufig wechselnde Eigentumsverhältnisse. Zu Beginn des Jahres 2007 erwarb Gabriele Miller den Deutschen Kunstverlag als alleinige Gesellschafterin. Der Hauptsitz des Verlags wurde wieder nach Berlin verlegt.

Im Oktober 2010 übernahm die Tochter der Hauptgesellschafterin, Stephanie Ecker, die kaufmännische Geschäftsführung des Verlags. Im Januar 2011 wurde sie gemeinsam mit Gabriela Wachter, Inhaberin des Parthas Verlags, geschäftsführende Mitgesellschafterin der Deutschen Kunstverlag GmbH. Auch unter der neuen Geschäftsführung wird der Dialog mit den Herausgebern, Wissenschaftlern, Museen und Stiftungen aktiv weitergeführt. Gemeinsam mit diesen Kooperationspartnern werden neue Konzepte entwickelt, die nicht nur die gewohnte inhaltliche und gestalterische Qualität gewährleisten, sondern auch vereinbar sind mit den aktuellen Herausforderungen einer sich stetig verändernden Verlagslandschaft.

Profil[Bearbeiten]

Wichtigste Herausgabe des DKV ist Das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler von Georg Dehio, kurz Dehio genannt. Diese Buchreihe wird vom Verlag seit 1929 betreut und in den nächsten Jahren noch vervollständigt.

Weitere Produkte sind:

  • die Kunstwissenschaftlichen Studien
  • die Italienischen Forschungen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz,
  • die Passages/Passagen und Passerelles des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris
  • die Aachener Bibliothek
  • die Münchner Universitätschriften des Kunsthistorischen Instituts der Universität München,
  • die Reihen zur Burgenforschung und Residenzkultur
  • die großen Kunstdenkmäler-Inventare
  • die drei wissenschaftlichen Jahrbücher
    • Niederdeutsche Beiträge
    • Jahrbuch Baden-Württemberg
    • Jahrbuch der Bayerischen Denkmalpflege

In der Kunstführer-Reihe DKV-Kunstführer (vormals Große Baudenkmäler) erscheinen Einzelpublikationen in broschierter Form, die hauptsächlich als Informationsmaterial an Ort- u. Stelle der Denkmäler erhältlich sind. Auch Museumsführer und Kunstpostkarten zu Museen, Sammlungen und Kunstdenkmälern gehören zum Programm des Verlages.

Die Reihe der Antiquitäten-Führer und die Erfolgstitel Kunst & Krempel, 3 Bände zur gleichnamigen Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks, dienen Sammlern und Liebhabern als Nachschlagewerk.

Die in der Mitte der 1950er Jahre begründete Reihe Bildhandbuch der Kunstdenkmäler, von der 49 Bände erschienen sind, wurde in den 1990er Jahren eingestellt. Auch die Reihe Deutsche Lande - Deutsche Kunst wurde mit der letzten Ausgabe 1987 eingestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Roland Jaeger: Pflege der deutschen Kunst. Der Deutsche Kunstverlag, Berlin. In: Manfred Heiting, Roland Jaeger (Hrsg.): Autopsie. Deutschsprachige Fotobücher 1918 bis 1945. Band 1. Steidl Verlag, Göttingen, 2012, S. 142–163. ISBN 978-3-86930-412-0.

Weblinks[Bearbeiten]