St. Thomas (Pretzien)

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Dorfkirche St. Thomas
Portal der Friedhofsmauer
Choransicht der Dorfkirche

Die Dorfkirche St. Thomas ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Pretzien, einem Ortsteil von Schönebeck im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt). Die Kirche ist eine Station auf der Straße der Romanik. Sie gehört zum Kirchspiel Gommern & Pretzien im Kirchenkreis Elbe-Fläming der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[1]

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markgraf Albrecht der Bär ließ 1140 die romanische Saalkirche in Bruchstein errichten.[2] Sie wurde dem Patrozinium des Apostels Thomas unterstellt.[3] Der Fachwerkaufsatz des mit einer Haube bekrönten Turmes wurde 1796 errichtet.[4]

Wandmalereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wandmalereien im Innenraum stammen aus dem 13. Jahrhundert, sie zeigen die üblichen Bilder dieser Zeit, wie Christus in der Gloriole und Maria neben Johannes dem Täufer, in der Apsis, diese Bilder sind von Heiligen, Propheten und Engeln umgeben. Der Chorraum ist mit Darstellungen der klugen und törichten Jungfrauen, Isaak mit seinen Söhnen und des Lazarus geschmückt. Diese um 1300 übermalten[5] Fresco-Secco-Malereien entdeckte in den 1970er Jahren die Restauratorin Anna-Maria Meussling und legte sie auf einer Fläche von 92 m² frei. Anschließend wurden sie gesichert. Die anderen Malereien, wie z. B. die Seelenwägung, sind in jüngerer Zeit entstanden.[6]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die barocke Ausstattung wurde 1740 geschaffen. Noch aus romanischer Zeit stammt der kelchförmige, zwölfseitige Taufstein auf rundem Fuß erhalten. Hinter der Orgel steht das „Heilige Grab“.[7]

Die Orgel baute die Firma Reinhard Hüfken aus Halberstadt 1992; die Disposition erstellte Matthias Eisenberg.[8] Das Instrument verfügt über 17 Register, die auf zwei Manuale und Pedal verteilt sind. Mit dem Einbau des Zimbelsterns erfolgte 2008 die Fertigstellung.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margarete Luise Goecke-Seischab: Die schönsten Kirchen Deutschlands: 1000 Kirchen und Kirchenschätze von der Nordsee bis zum Bodensee. Anaconda Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-7306-0013-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Thomas (Pretzien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Kirchenkreises.
  2. Margarete Luise Goecke-Seischab: Die schönsten Kirchen Deutschlands: 1000 Kirchen und Kirchenschätze von der Nordsee bis zum Bodensee. Anaconda Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-7306-0013-9. Seite 93
  3. Patrozinium (Memento des Originals vom 3. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hss.ulb.uni-bonn.de
  4. Fachwerkaufsatz
  5. Übermalung der Fresken (Memento des Originals vom 17. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sachsen-anhalt-wiki.de
  6. Margarete Luise Goecke-Seischab: Die schönsten Kirchen Deutschlands: 1000 Kirchen und Kirchenschätze von der Nordsee bis zum Bodensee. Anaconda Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-7306-0013-9. S. 93
  7. Ausstattung
  8. Orgel.
  9. Zimbelstern (Memento des Originals vom 17. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sachsen-anhalt-wiki.de.

Koordinaten: 52° 2′ 42,9″ N, 11° 49′ 26,7″ O