Staatliche Technische Universität Kaliningrad

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Staatliche Technische Universität Kaliningrad

Die Kaliningrader Staatliche Technische Universität (russisch Калининградский государственный технический университет) ist die älteste Einrichtung auf dem Gebiet der höheren Ausbildung für das Fischereiwesen in Russland.

Geschichte[Bearbeiten]

1913 als Abteilung für Fischerei am Moskauer Agrarinstitut gegründet, erfolgte 1946 der Umzug nach Kaliningrad und Umwandlung in das Kaliningrader Technische Institut für Fischindustrie und -zucht. Im Laufe seines nun 60-jährigen Bestehens hat sich aus dem Institut eine Universität mit stark technischem Charakter, jedoch auch mit natur-, wirtschafts- und gesellschaftswissenschaftlichen Bezügen, entwickelt. 1994 erfolgte die Umbenennung in Kaliningrader Staatliche Technische Universität. Mittlerweile existieren acht Fakultäten, drei überfakultative Zentren und fünf angeschlossene Institute – hierunter auch das deutschsprachige Europainstitut Klaus Mehnert.

Gegenwart[Bearbeiten]

Seit der Gründung im Jahr 1913 wurden ca. 35.000 Spezialisten für Russland und 50 weitere Länder ausgebildet. An der Universität haben weltbekannte Wissenschaftler geforscht und gelehrt. Die KSTU ist nach der Immanuel-Kant-Universität die zweitgrößte Hochschule Kaliningrads. Heute lernen hier mehr als 7.500 Studierende in 42 Fachrichtungen, um einen Bachelor- (4-jährig), einen Spezialisten- (5-jährig) oder einen Mastergrad (2 Jahre nach dem Bachelor) zu erwerben. Auch der der Erwerb des Doktorgrad und die Habilitation sind an der Universität möglich. Postgraduale Studien können in 24 Disziplinen absolviert werden. Unter den mehr als 560 Lehrenden arbeiten etwa 30 aus verschiedenen russischen und internationalen Akademien. 65 Professoren sind habilitiert und 258 wirken als assoziierte Professoren.

Forschungsschwerpunkte der KSTU sind: Bioressourcen, Landwirtschaft und Biotechnologie, Fischereiwesen, Ökologie, Energiewirtschaft, Nano- und Lasertechnologie.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit pflegt die Universität insbesondere mit den nahen baltischen Ländern, Polen, Deutschland, Dänemark, Finnland und Schweden. Zurzeit studieren mehr als 100 Studenten aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika sowie dem Mittleren und Nahen Osten.

Eine Bibliothek mit 530.000 Bänden, teilweise aus dem 19. Jahrhundert, und drei Lesesäle mit 300 Plätzen vervollständigen das Angebot für die Studierenden. An der Ostsee verfügt die Universität über ein Sommerhaus zur Ausrichtung von Konferenzen und Seminaren.

Verweise[Bearbeiten]