Stefan Nimmesgern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Stefan Nimmesgern (* 27. August 1956 in Saarlouis) ist ein deutscher Fotograf mit Studios in München, Berlin und Brooklyn, New York.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Nimmesgern wurde als Sohn von Elisabeth Becker und dem aus dem französischen Elsass stammenden Bauingenieur Harald Nimmesgern unter dem Namen Stefan Rudolf Becker geboren. Nach dem Abitur wandte sich Nimmesgern der Fotografie zu. 1981 begann er eine Ausbildung zum Werbefotografen, die er 1983 mit der staatlichen Prüfung abschloss. Im gleichen Jahr gründete Nimmesgern unter dem Namen Stefan Becker in Saarbrücken sein erstes Studio für Werbefotografie, 1995 übersiedelte Nimmesgern ins kalifornische San Francisco.

Bei einem Aufenthalt in Wiesbaden lernte er die Schauspielerin Angelika Fanai kennen, mit der er 1997 nach Limassol auf die Insel Zypern zog. 1998 heiratete er Angelika Fanai und zog mit ihr in ein Fischerdorf am Starnberger See im Süden von München. Im gleichen Jahr gründete er zusammen mit dem Modefotografen Markus Amon und dem Unternehmer Martin Hippius das PPS Fotostudio im Zentrum Münchens. Er nahm den Nachnamen seines Vaters an. Ab 2001 arbeitet er als Stefan Nimmesgern.

Nimmesgern wandte sich mehr und mehr der Editorial Fotografie und den Reportagen zu. Für GEO (Zeitschrift) unternahm er zusammen mit Hans Zippert eine Schiffsreise nach Grönland.[1] 2002 lernte Nimmesgern auf einer Expedition nach Franz-Josef-Land, nahe dem Nordpol, den Extrembergsteiger Reinhold Messner kennen. Die Aufnahmen dieser Reise wurden in einem Artikel des Journalisten Freddy Langer in der FAZ veröffentlicht. In den kommenden Jahren unternahm Nimmesgern zahlreiche Foto-Reisen nach Südamerika, Afrika, sowie in den Mittleren und Fernen Osten. 2005 begleitete er als Expeditionsfotograf zusammen mit seiner Frau den Südtiroler Reinhold Messner auf einer Reise zum Nanga Parbat.[2] Im Zuge dieser Reise wurden die Überreste der Leiche von Günther Messner, dem 1970 bei der Herrligkoffer-Expedition tödlich verunglückten Bruder von Reinhold Messner, am Fuße der Diamirwand des Nanga Parbat gefunden. Dieser Fund, welcher als bergsteigerisches Jahrhundertereignis gelten kann, weil er die Aussagen des damals zu Unrecht in die Kritik geratenen Reinhold Messners als wahrheitsgemäß belegt, wurde von Stefan Nimmesgern in Bildern dokumentiert.[3] Die Reportage wurde weltweit publiziert; so erschienen die Aufnahmen in National Geographic, dem GEO Magazin und in OUTSIDE.

Heute arbeitet Stefan Nimmesgern in seinen Studios, aber auch häufig auf Location. Er ist bekannt für seine Porträts, welche u. a. im ZEIT Magazin zu sehen sind. So lichtete er in den letzten Jahren Persönlichkeiten wie Barbara Rudnik, Alexander Huber, Niki Lauda und Mario Vargas Llosa ab.[4][5] Für 2006 produzierte er zusammen mit dem DAV Summit Club und Reinhold Messner einen Fotokalender über die Nanga Parbat Expedition in Pakistan. 2008 zeigte er seine Sichtweise auf das immer noch Che Guevara- geprägte Kuba in ungewöhnlichen Bildern im Gasteig in München.[6] 2011 unternahm Nimmesgern zusammen mit seiner Frau eine Trekking-Expedition ins abgeschiedene Dolpo-Gebiet in Nepal.

Ausstellungen und Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Brasilienbuch „Momente“ und Bild Kalender „Brasilien“ für AMECC
  • 2003: Ausstellung „Expedition Franz-Josef-Land/ Lava am Ätna“, New York, Soho, Salon Modern
  • 2004: Ausstellung „Faces of Brasil“, Ambach am Starnberger See, Schlosshotel Oberambach
  • 2005: Ausstellung „Nanga Parbat; von Bergen und Menschen“, Kempten, Big Box
  • 2006: Ausstellung „Nanga Parbat; von Bergen und Menschen“, Leverkusen, Galerie im Forum
  • 2006: Ausstellung „Touristentiere“, Berlin, Galerie „Damensalon“
  • 2008: Ausstellung Che Guevara-Begegnung auf Cuba, München, Gasteig[7]
  • 2009: Buchprojekt mit Reinhold Messner, „Diamir, König der Berge“
  • 2009: Buchtitel für „Grönland, ein Reisetagebuch“ von Freddy Langer
  • 2010: Buchprojekt mit Louis Lewitan „Die Kunst gelassen zu bleiben“; s/w Portraits
  • 2011: Buchprojekt in Arbeit mit dem Bauhausmuseum Weimar; Fotos von Marcel Breuer Villa in Wiesbaden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. geo.de, abgerufen am 7. Januar 2012.
  2. The Search for Günther Messner@1@2Vorlage:Toter Link/www.favorite-picture.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 5. Januar 2012.
  3. focus.de: Fundgrube Nanga Parbat, abgerufen am 5. Januar 2012.
  4. archiv.sueddeutsche.de@1@2Vorlage:Toter Link/archiv.sueddeutsche.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. randomhouse.de
  6. archiv.sueddeutsche.de@1@2Vorlage:Toter Link/archiv.sueddeutsche.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. @1@2Vorlage:Toter Link/www.bayernforum.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: „Che Guevara – der unsterbliche Mythos“, Fotoausstellung von Stefan Nimmesgern (PDF; 1,7 MB))