Stefan Paubel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Stefan Paubel (* 9. Juli 1952 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Mediengestalter und Künstler. Ab den 2010er-Jahren machte er sich einen Namen als Projektkünstler, der aus Einzelfotos neue Straßen- und Stadtansichten zusammenstellt. Im Spätsommer 2015 wurden seine Fotomontagen in Frankfurt (Oder) und Słubice gezeigt. Seit 2017 veröffentlichte er zwei Bücher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Paubel ging im Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow in die Carl-von-Ossietzky-Oberschule. Nach dem Abitur im Jahr 1969 machte er eine Lehre im VEB Görlitzer Maschinenbau, absolvierte seinen Dienst in der NVA und studierte danach bis 1975 Maschinenbau in Dresden und Görlitz. Bis 1978 erweiterte er seine Ausbildung durch Besuch der Fachschule für Klubleiter in Meißen-Siebeneichen.[1] Danach kehrte Paubel zurück nach Berlin. Im Jahr 1986 bot ihm der Magistrat an, im Haus der jungen Talente in Berlin-Mitte einen Computerclub zu leiten. Er hatte sich bereits seit dem Jahr 1984 individuell mit Computern beschäftigt.[2]

Mit der Wende und dem Aus für das Städtische Kulturhaus sattelte Stefan Paubel auf Mediengestaltung um. Er schuf Videoinstallationen nach Aufträgen. Nebenher entdeckte er, dass sich aus bereits gesammelten Fotos (zunächst Analogfotos, bald auch Digitalaufnahmen) durch Montagen völlig neue Straßen- oder Stadtansichten schaffen ließen. Die Idee zur öffentlichen Präsentation entstand im Freundeskreis, als er die bis zu 1,60 Meter langen farbigen Stadtfriese vorlegte. Für solcherart Darbietung der Heimatstadt zeigten sich vor allem die Kulturämter der Berliner Bezirke interessiert, und im Jahr 2011 gab es in Berlin-Mitte die erste Ausstellung mit dem Titel „Berlin Häuser Flucht“. Das Medien- und Besucherinteresse veranlasste ihn, weitere neuartige Straßenzüge aus anderen Bezirken zu kreieren. Er blieb mit den Collagen jedoch nicht auf Berlin beschränkt, sondern verschaffte einigen Ostseestädten neue Stadtansichten, auch polnische und italienische Städte wurden inzwischen dargestellt. Ende des Jahres 2013 umfasste sein Kunstprojekt der gedruckten Stadtansichten 80 Berlin-Bilder und 70 Fotofriese anderer Städte.

Stefan Paubel ist verheiratet. Die Familie wohnt in Berlin-Weißensee.

Ausstellungen „Häuserflucht“ + „Kanaldeckel“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Juli/August im Artroom Berlin Carré am Alexanderplatz, Berlin-Mitte, "Häuserflucht 1"
  • 2011: September in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Berlin-Weißensee, "Häuserflucht 2"
  • 2011: November/Dezember im Alten Rathaus Berlin-Marzahn, "Häuserflucht 3"
  • 2012: Mai im Artroom Berlin Carré am Alexanderplatz, Berlin-Mitte, "Häuserflucht 4"
  • 2012 Juni bis Mai 2013 im Artroom Berlin Carré am Alexanderplatz, Berlin-Mitte, "Häuserflucht 5", bis zur Schließung der Markthalle (Sanierung)
  • 2012: Juli – September im Rathaus Berlin-Pankow
  • 2013: März – Mai im Museum Lichtenberg (Stadthaus)[3]
  • 2013: August bis Oktober bei HS-SOLID Town & Country Berlin-Charlottenburg, "Unmögliche Stadtfluchten"
  • 2013: November bis April 2014 in der Pension Kaffeegarten Seeblick Templin
  • 2014: Februar – Mai im Rathaus Berlin-Lichtenberg
  • 2014: Juni – September im Kulturbund / Kulturring Berlin-Treptow
  • 2015: März/April in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Berlin-Weißensee
  • 2015: April/Mai im Rathaus Berlin-Köpenick
  • 2015: August/September Foto-Plakate mit Kanaldeckeln von Frankfurt (Oder) und Słubice in der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder)
  • 2016: Mai/Juni im Kulturforum, Berlin-Hellersdorf
  • 2017: März – Dezember Ausstellung mit Fotos "Alte Kanaldeckel aus aller Welt", beim "Musikverlag John Silver" Berlin-Pankow
  • 2018: Januar, Fotos "Alte Kanaldeckel in Berlin und Europa", in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek Berlin-Weißensee
    • seit 2015 hängt eine Ausstellung "Häuserflucht" im Rathaus Berlin-Pankow

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Paubel: Alte Kanaldeckel in Berlin, Format 30 cm × 20 cm, 256 Seiten, 1740 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-86557-433-6, Nora Verlagsgemeinschaft, Berlin 2017
  2. Stefan Paubel: Alte Kanaldeckel in Europa, Format 30 cm × 20 cm, 256 Seiten, 1750 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-86557-448-0, Nora Verlagsgemeinschaft, Berlin 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Paubel auf www.vebidoo.de; abgerufen am 15. Februar 2014.
  2. Historische Informationen zum Haus der jungen Talente; Impressum: Stefan Paubel.
  3. Besprechung der Ausstellung Lichtenberg Berliner Häuser Flucht 6 auf museum-lichtenberg.de, abgerufen am 15. Februar 2014.