Steinforth-Rubbelrath

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Steinforth-Rubbelrath
Koordinaten: 51° 8′ 52″ N, 6° 32′ 52″ O
Einwohner: 660 (2014)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 41352
Vorwahl: 02166
Ortseingang Steinforth-Rubbelrath

Steinforth-Rubbelrath ist ein Ortsteil im Süden der Stadt Korschenbroich im nordrhein-westfälischen Rhein-Kreis Neuss.

In dem Doppeldorf leben 660 Personen (Stand: 2014). Durch beide Teile fließt der Kommerbach.

Kirchenrechtlich gehört Steinforth-Rubbelrath zur katholischen Pfarrei St. Pankratius Glehn im Erzbistum Köln.

Das kulturelle Leben wird von der St. Sebastianus Bruderschaft Steinforth-Rubbelrath getragen, welche auch das alljährliche Schützenfest am zweiten Wochenende nach Pfingsten ausrichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des Liedberg von Süden (Rubbelrath)

In Steinforth-Rubbelrath liegt eine ausgedehnte Trümmerstelle aus der Römerzeit. Da alle Trümmerstellen im Raum Korschenbroich-Glehn nur durch Einzel- und Oberflächenfunde erfasst sind, ist eine archäologische Auswertung noch nicht erfolgt.[2]

Im Jahre 1166 wurde Steinforth erstmals als Steinuurthe erwähnt. Der Name bedeutet eine mit Steinen gesicherte Furth durch den Kommerbach, welche vermutlich auf eine Römerstraße zurückzuführen ist. Ursprung des Dorfes war der Steinforther Hof, ein Liedberger Ritterlehen, welches 1575 als bäuerlicher Besitz Erwähnung fand.[3]

Der Name Rubbelrath weist auf eine mittelalterliche Rodung hin. Von 1435 ist der Name Robelray überliefert.

Im Jahr 1804 lebten in Steinforth 232 und in Rubbelrath 85 Personen.

Nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde Steinforth-Rubbelrath am 1. Januar 1975 ein Teil der neu gebildeten Gemeinde Korschenbroich; bis dahin gehörten sie zur Gemeinde Liedberg.[4] Korschenbroich wurde am 1. Januar 1981 zur Stadt erhoben.[4]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der so genannten Benrather Linie, die nur wenige Kilometer nördlich von Steinforth-Rubbelrath verläuft, unterhält man sich in einem ripuarischen Dialekt, der einen deutlichen kölschen Einfluss aufweist.[5]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kommerhof - dieser befindet sich im Tal des Kommerbachs, bei Rubbelrath. Der Kommerhof ist ein ehemaliges erzbischöfliches Tafelgut

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Grevenbroich-Kapellen auf der Bundesautobahn 46.

Panoramabild Steinforth von Norden

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unsere Stadt - Zahlen & Fakten. Stadt Korschenbroich; abgerufen am 7. Dezember 2014.
  2. Dieter Hupka: Die römischen Siedlungsfunde, gewerblichen Reste und Straßenbefunde in Mönchengladbach-Mülfort, Diss Köln 2011
  3. Sehenswertes: Steinforth-Rubbelrath, Ortskern. Stadt Korschenbroich; abgerufen am 8. Dezember 2014.
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 295.
  5. Hubert Köhnen: Unges Platt: Ein Wörterbuch der in der Stadt Korschenbroich und ihrer Umgebung gesprochenen Mundart. Herausgeber: Stadt Korschenbroich, Neuss 1982.