Stephan Rudas

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Stephan Rudas (* 27. Mai 1944 in Budapest; † 19. Juni 2010 in Wien) war ein österreichischer Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und langjähriger Leiter des Instituts für Psychosoziale Forschung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Rudas wurde in Budapest geboren. Mit seinen Eltern übersiedelte er nach Wien, wo er das Gymnasium besuchte. Später studierte er Medizin und absolvierte die Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie.[1]

Von 1973 bis 1986 arbeitete Rudas als beratender Arzt und Psychotherapeut für die Bewährungshilfe. Hauptberuflich arbeitete er von 1975 bis 1980 als Assistenzarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik.[2]

Rudas wurde 1977 vom Wiener Gesundheitsstadtrat Alois Stacher zum Psychiatriebeauftragten der Stadt Wien ernannt. Ende der Siebziger Jahre gestaltete er die Wiener Psychiatrie-Reform. Den daraus hervorgehenden Psychosozialen Dienst leitete er bis zu seiner Pensionierung Ende 2009.

Am 19. Jänner 2010 erhielt er aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Psychosozialen Dienste (PSD) und zur Verabschiedung aus seiner Spitzenposition die Auszeichnung Goldener Rathausmann.[1]

Er ist Vater von zwei Kindern, einer Tochter und einem Sohn; seine Tochter Laura war Bundesgeschäftsführerin der SPÖ.

Stephan Rudas wurde am Döblinger Friedhof bestattet. Im Jahr 2011 wurde in Wien-Penzing (14. Bezirk) der Stephan-Rudas-Platz nach ihm benannt.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wenn die Macht mächtig macht, 1980.
  • Soziale und psychische Voraussetzungen für gesundes Leben in der Stadt, 1988.
  • Macht Angst krank?, 1988.
  • Prävention und Schutz vor Gewalt, 1993.
  • Neue Aspekte in der Therapie psychisch Kranker, 1987, ISBN 978-3850762335.
  • Stichworte zur Sozialpsychologie des Tabus, 1994.
  • Österreich auf der Couch, Ueberreuter, 2001. ISBN 978-3800037919.
  • Zur Befindlichkeit eines Landes, 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stephan Rudas gestorben, orf.at, 20. Juni 2010.
  2. Wiener Psychiatrie-Reformer Stephan Rudas gestorben, diePresse, 20. Juni 2010.