Stephens Island (Neuseeland)

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Stephens Island
Takapourewa
Blick auf Stephens Island
Blick auf Stephens Island
Gewässer Marlborough Sounds (Südpazifik)
Geographische Lage 40° 40′ 15″ S, 173° 59′ 57″ O-40.670833333333173.99916666667305Koordinaten: 40° 40′ 15″ S, 173° 59′ 57″ O
Stephens IslandTakapourewa (Neuseeland)
Stephens IslandTakapourewa
Länge 2,1 km
Breite 1 km
Fläche 1,84 km²
Höchste Erhebung 305 m
Einwohner (unbewohnt)

Stephens Island (Māori: Takapourewa) ist eine kleine Felseninsel zwischen der Nordinsel und Südinsel Neuseelands.

Geographie und Geschichte[Bearbeiten]

Stephens Island liegt in den Marlborough Sounds, einer Gruppe von kleinen Inseln vulkanischen Ursprungs in der Cookstraße, 2,9 km nordöstlich von D’Urville Island. Die Marlborough Sounds bilden die nördlichste Spitze der Südinsel Neuseelands. Diese Insel ist recht schwer zu erreichen, weil in dieser Region Winde von bis zu 14 Knoten (14 Seemeilen / Stunde) herrschen. Stephens Island wurde erstmals 1642 von Abel Tasman beschrieben. Die einst bewaldete Insel wird von den Maori Takapourewa genannt.

Fauna[Bearbeiten]

Stephens Island hat eine einzigartige Tierwelt. Besonders bekannt ist die Brückenechse (Sphenodon spp.), die mit 50.000 Exemplaren ihre größte Population auf dieser Insel hat[1]. Außerdem existiert hier eine der urtümlichsten Froscharten der Welt, der Hamilton-Frosch (Leiopelma hamiltoni). Viele Seevogelarten brüten auf der nur 184 ha großen Insel und die Brückenechsen nutzen deren Bruthöhlen als Unterschlupf. Besonders traurige Berühmtheit erlangte das Schicksal des Stephenschlüpfers (Xenicus lyalli). Diese fast flugunfähigen Vögel wurden 1894 erstmals beschrieben und in den Folgejahren von Katzen ausgerottet. Sogar der bekannte Autor T. C. Boyle (Willkommen in Wellville) beschäftigte sich mit dem Aussterben dieser Vogelart.[2]

Leuchtturm[Bearbeiten]

Der Leuchtturm Stephen Island Light steht im Norden der Insel auf einer Höhe von 183 Metern. Der Leuchtturm selber hat eine Höhe von 15 Metern über dem Gelände. Das Licht ist noch in einer Entfernung von 33 km zu sehen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung von Forest & Bird Neuseeland 2007
  2. spiegel.de: Peng, Problem gelöst (Zugriff am 31. Dezember 2010)
  3. Stephens Island Light, NZ.