Herbstrübe

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Herbstrübe
Kugelige Herbstrübe (Brassica rapa subsp. rapa subvar. esculenta)

Kugelige Herbstrübe (Brassica rapa subsp. rapa subvar. esculenta)

Systematik
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Kohl (Brassica)
Art: Rübsen (Brassica rapa)
Unterart: Speiserübe (Brassica rapa subsp. rapa)
Varietät: Herbstrübe
Wissenschaftlicher Name
Brassica rapa subsp. rapa subvar. esculenta

Die Herbstrübe oder Weiße Rübe (auch Krautrübe, Ackerrübe, Wasserrübe, Stoppelrübe[1] oder Räben[2] genannt) ist eine Speiserübe, die mit der Mairübe und der Bayerischen Rübe verwandt ist. Sie wird in den Herbstmonaten Oktober und November geerntet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herbstrübe gibt es als kugelige und als langgestreckte Sorte. Die sonnenbeschienenen Teile der Rübe werden violett. Je nach Anbauart ist die Rübe nach der Ernte komplett weiß, oder sie hat eine weiß-violette Färbung. Kugelige Sorten bestehen fast nur aus dem Hypokotyl der Pflanze im Gegensatz zu langgestreckten, wo noch ein Teil der Sprossachse zur Rübe wird. Dadurch sind die kugeligen Sorten geschmackvoller; die langgestreckten sind dagegen geschmacklich herber.

100 g Weiße Rüben enthalten neben 90 g Wasser durchschnittlich:[3]
Brennwert Eiweiß Kohlenhydrate Fett Ballaststoffe
100 kJ (24 kcal) 1 g 5 g Spuren 3,5 g

 

100 g Weiße Rüben enthalten an Mineralstoffen und Vitaminen durchschnittlich:[3]
Natrium Kalium Calcium Magnesium Phosphor Eisen Zink β-Carotin Vitamin E Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Folsäure Vitamin C
60 mg 270 mg 45 mg 15 mg 35 mg 0,4 mg 0,2 mg 70 µg 0,1 mg 0,04 mg 0,05 mg 0,43 mg 20 µg 20 mg

Kulturelle Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter galt sie als Hauptnahrungsbestandteil und wurde später fast völlig von der Kartoffel verdrängt. Heute wird sie nur noch selten angebaut. In der Schweiz wird sie vor allem in den Kantonen Zürich und Aargau angebaut, hauptsächlich für den Räbenlichter-Brauch in der Schweiz, aber auch für die Produktion von sauren Rüben.[4] Im österreichischen Tirol brennt man daraus eine Spirituose, den Krautinger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Keller, Jürg Lüthi, Kurt Röthlisberger: Gemüsearten. Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikofen 1996, ISBN 3-906679-52-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Heistinger: Die Krautrübe. Eine regionale Spezialität. In: LebensArt Südtirol. Wein. Essen. Kultur. Bozen 2004. [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.semina.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
  2. Fritz Keller, Jürg Lüthi, Kurt Röthlisberger: Gemüsearten. Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikofen 1996, ISBN 3-906679-52-7.
  3. a b Helmut Heseker, Beate Hesker: Die Nährwerttabelle. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt a. d. Weinstraße 2012, S. 46.
  4. Landwirtschaftlicher Informationsdienst: [2].