Ufer-Ampfer

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Ufer-Ampfer
RumexMaritimus.jpg

Ufer-Ampfer (Rumex maritimus)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung: Ampfer (Rumex)
Art: Ufer-Ampfer
Wissenschaftlicher Name
Rumex maritimus
L.

Der Ufer-Ampfer oder Strand-Ampfer (Rumex maritimus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ampfer (Rumex) in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fruchtstand
Früchte

Der Ufer-Ampfer ist eine sommergrüne, einjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 bis 60 Zentimetern erreicht. Es ist zur Fruchtreife goldgelb bis bräunlich gefärbt.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September. Die Blütenstände sind meist dicht gebaut. Die Blüten selbst bestehen aus sechs Perigonblättern, die Staubbeutel sind 0,4 bis 0,6 Millimeter lang, es sind drei Narben vorhanden.

Die Früchte sind dreikantig, nicht geflügelt und stehen an dünnen, fadenförmigen Fruchtstielen. Sie werden zur Fruchtreife von den Valven vollständig eingehüllt. Die Valven sind goldbraun gefärbt, 2,5 bis 3 (selten bis 3,5) Millimeter lang und eiförmig-dreieckig geformt. An beiden Seiten der Valven stehen zwei (selten drei) borstenartige Zähne, diese sind länger als die Breite der Valven. Nach vor sind die Valven spitz. Die Schwielen sind schmal und vorne zugespitzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumex maritimus ist zirkumpolar verbreitet. Er kommt ursprünglich in Europa, in Nord- und Südamerika, in den gemäßigten Zonen Asiens und in Myanmar vor.[2] Er kommt beispielsweise in Deutschland und Frankreich vor. Der Ufer-Ampfer ist an sehr feuchten, teils überschwemmten Standorten wie Ufern von Gewässern oder wechselfeuchten Ruderalstellen häufig zu finden. Er gedeiht auf nassen, sommerlich trocken fallenden, nährstoffreichen, oft salzhaltigen, humosen mehr oder weniger offenen Schlammböden.[1] Er ist eine Charakterart des Rumicetum maritimi aus dem Verband Bidention tripartiti.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 328.
  2. Rumex im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 17. August 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ufer-Ampfer (Rumex maritimus) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien