Stunde der Wahrheit

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Filmdaten
Deutscher Titel Stunde der Wahrheit
Originaltitel Une histoire immortelle
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 57 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Orson Welles
Drehbuch Orson Welles
Louise de Vilmorin
Produktion Micheline Rozan
Musik Erik Satie
Kamera Horst Bever
Schnitt Yolande Maurette
Besetzung

Stunde der Wahrheit (Originaltitel: Une histoire immortelle, englisch The Immortal Story) ist ein französisches Fernsehspiel des amerikanischen Regisseurs und Schauspielers Orson Welles aus dem Jahr 1967 mit ihm selbst und Jeanne Moreau in den Hauptrollen. Das Drehbuch verfasste der Regisseur zusammen mit Louise de Vilmorin. Es beruht auf der Erzählung Die unsterbliche Geschichte von der dänischen Schriftstellerin Tania Blixen. Zum ersten Mal ausgestrahlt wurde der Film am 24. Mai 1968 im französischen Fernsehen. In der Bundesrepublik Deutschland konnte man den Streifen ab 9. August 1968 im Kino sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Aus dem Halbdunkel des Bildes taucht der alte, kinderlose, unermesslich reiche und despotische Kaufmann Charles Clay aus Macao auf, der gegen Ende seines Lebens die Geschichte erfährt, die von allen Seeleuten auf jedem Schiff weitergegeben wird, nämlich dass ein alter, kinderloser, unermesslich reicher Kaufmann eines Abends aus seiner Kutsche heraus einen jungen Seemann anspricht und ihm fünf Guinees dafür bietet, dass er mit des Kaufmanns junger, schöner Frau einen Sohn zeuge. Der Seemann erfüllt die Bitte.

Elishama Levinsky, der jüdische Sekretär des wirklichen Kaufmanns, enthüllt nun, dass sich die Geschichte nie ereignet habe. Sie sei nur eine Legende, Sinnbild unerfüllbarer Sehnsüchte. Der Kaufmann beschließt daraufhin, die Geschichte geschehen zu lassen, damit wenigstens ein Seemann erzählen kann, wie sie sich wirklich zugetragen hat. Der Kaufmann beauftragt seinen Sekretär, alles zu arrangieren. Der Sekretär tut dies, und die Geschichte nimmt ihren Verlauf. Doch als der Morgen graut, meint der Seemann beim Abschied, dass er das, was er in dieser Nacht erlebt habe, nie weiter erzählen würde; denn niemand würde ihm das glauben.[1]

Kritik[Bearbeiten]

„Pessimistische Variation der zentralen Motive von «Citizen Kane»: die Jagd nach Glück und Macht als Prozeß der Selbstzerstörung; das Fragwürdige und zugleich Faszinierende einer Existenz, die sich in egozentrischer Machtentfaltung verwirklicht. Ein introspektives Alterswerk von Orson Welles, beherrscht von der Persönlichkeit des Regisseurs und Hauptdarstellers.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„In einem verhalten-poetischen Stil mit verdeckten Farben schuf Orson Welles seinen besten Film seit seinem Erstling «Citizen Kane». Ab 16 sehr zu empfehlen.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quelle: Evangelischer Filmbeobachter, Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 362/1968, S. 371
  2. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 3640
  3. a. a. O., S. 372