Stuttgart-Express-Klasse

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Stuttgart-Express-Klasse p1
Schiffsdaten
Schiffsart Vollcontainerschiff
Entwurf Flender Werft, Lübeck-Siems
Bauwerft Flender Werft, Lübeck-Siems
Bauzeitraum 1977 bis 1978
Indienststellung 1977/78
Außerdienststellung 2009
Gebaute Einheiten 4
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
210,00 m (Lüa)
Breite 32,20 m
Seitenhöhe 18,85 m
Tiefgang max. ca. 11,00 m
Vermessung ca. 33.000 BRT
Ab 1985
Länge
240,52 m (Lüa)
Vermessung ca. 40.000 BRT
Maschinenanlage
Maschine 1 × MAN-Zweitakt-Dieselmotor K 10 SZ 90/160 A
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
24.500 kW (33.311 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
21,5 kn (40 km/h)
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 32.500 tdw
Container 1.758 (ab 1985: 2.594) TEU

Die 1977/78 in Dienst gestellte Stuttgart-Express-Klasse der Reederei Hapag-Lloyd bestand aus vier Containerschiffen.

Einzelheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Schiffe der Stuttgart Express-Baureihe der Lübecker Flender-Werft wurden in den Jahren 1977/78 für die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd gebaut. Die Containerschiffe wurden im Nordatlantik-Containerdienst zwischen Nordeuropa und der Ostküste Nordamerikas eingesetzt, wo sie die Schiffe der Elbe-Express-Klasse ablösten. Die Schwesterschiffe der Stuttgart Express waren die Köln Express, Nürnberg Express und Düsseldorf Express.

Das Typschiff der Serie war die Stuttgart Express. Sie wurde am 11. März 1977 nach der Taufe durch Waltrude Schleyer als Bau-Nr. 615 der Flender-Werft zu Wasser gelassen und am 29. September des Jahres an die Reederei übergeben worden. Die rund 210 Meter langen und 32,30 Meter breiten Schiff waren mit etwa 33.000 BRT vermessen und besaßen eine Tragfähigkeit von knapp 32.500 tdw. Die Kapazität betrug anfangs 1758 TEU, von denen 732 TEU an Deck und 1026 TEU in den zehn Luken gestaut werden können. Es waren rund 150 Kühlcontaineranschlüsse vorhanden. Als Antrieb diente ein MAN-Zweitakt-Dieselmotor des Typs K 10 SZ 90/160 A mit 10 Zylindern, der rund 33.000 PS leistete und dem Schiff zu einer Geschwindigkeit von etwa 21,5 Knoten verhalf. Hauptmotor, Hilfsdiesel und der Notdiesel-Generator waren ebenso, wie der restliche Maschinenbetrieb automatisiert und konnten wachfrei von der Brücke gefahren werden. Die An- und Ablegemanöver werden durch ein Bugstrahlruder unterstützt. Weiterhin standen Flossenstabilisatoren zur Verfügung.

Für die Unterbringung der Besatzung waren ausschließlich Einzelkammern vorhanden.

In der Zeit vom 26. Juli bis zum 12. Dezember 1985 wurden alle vier Schiffe der Stuttgart-Express-Klasse bei Blohm + Voss in Hamburg um circa 30 Meter verlängert. Die Vermessung vergrößerte sich durch den Umbau auf 39981 BRT, die Tragfähigkeit auf 40849 tdw. Die 240,52 Meter langen Schiffe besaßen nach der Verlängerung eine Container-Kapazität von 2594 TEU.[1]

In den Jahren 1992/93 verkaufte Hapag-Lloyd die Schiffe an andere Reedereien. Nach weiteren Betriebsjahren und mehreren Umbenennungen wurden die Schiffe in den Jahren 2009/10 schließlich zum Abwracken nach Indien bzw. Pakistan verkauft.

Bauliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stuttgart-Express-Klasse
Ablieferung/Baujahr IMO-Nummer Baunummer Reederei Bauname Umbenennungen und Verbleib
1977 7502904 615 Hapag-Lloyd Stuttgart Express Maersk Algeciras (1992) → New York Express (1996) → Zim Eilat I (1998) → MSC Serena (2002) → 2009 in Indien abgebrochen[2]
1978 7502916 616 Hapag-Lloyd Düsseldorf Express Rotterdam Express (1997) → Houston Express (2000) → MSC Austria (2003) → 2009 in Pakistan abgebrochen[3]
1978 7502904 617 Hapag-Lloyd Nürnberg Express Nuernberg Atlantic (1987) → Nürnberg Express (1993) → Genua Express (2000) → MSC Germany (2003) → 2009 in Indien abgebrochen[4]
1978 7502930 618 Hapag-Lloyd Köln Express Koeln Atlantic (1987) → Köln Express (1993) → MSC Mexico (2003) → Maxi (2010) → ab Juni 2010 in Alang abgebrochen[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Werft Blohm + Voss
  2. Die Stuttgart Express bei Seefunknetz
  3. Die Düsseldorf Express bei Seefunknetz
  4. Die Nürnberg Express bei Seefunknetz
  5. Die Köln Express bei Seefunknetz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Stuttgart Express" für Hapag-Lloyd AG. In: Schiff & Hafen / Kommandobrücke. Vol. 29, Nr. 3, März 1977, S. 214–215.
  • "Düsseldorf Express" für Hapag-Lloyd AG. In: Schiff & Hafen / Kommandobrücke. Vol. 29, Nr. 7, Juli 1977, S. 636.
  • "Stuttgart Express". In: Schiff & Hafen / Kommandobrücke. Vol. 29, Nr. 10, Oktober 1977, S. 916.