Supercar (Fernsehserie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel Supercar
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1961–1962
Produktions-
unternehmen
AP Films
Länge 25 Minuten
Episoden 39 in 2 Staffeln
Genre Science-Fiction,
Kinder- und Jugendserie
Titellied Supercar von Barry Gray
Produktion Gerry Anderson
Idee Gerry Anderson,
Sylvia Anderson
Kamera John Read,
Julien Lugrin
Erstausstrahlung 28. Januar 1961 (USA) auf Associated Television
Synchronisation

Supercar ist eine britische Science-Fiction-Fernsehserie von Gerry und Sylvia Anderson, von der von 1960 bis 1962 39 Episoden produziert wurden. Sie war die erste Marionettenserie der Andersons im Science-Fiction-Genre und initiierte gut ein Dutzend weitere Serien wie zum Beispiel die Thunderbirds oder UFO. Gleichzeitig war sie die erste europäische Science-Fiction-Fernsehserie. Im Mittelpunkt der Serie steht das flug-, schwimm- und tauchtaugliche Luftkissenfahrzeug Supercar mit seinem Testpiloten Mike Mercury. Die letzten 13 Episoden wurden im Supermarionation-Format produziert.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung der Serie beginnt mit den Vorbereitungen des ersten Testflugs von Supercar im Laboratorium von Professor Popkiss, das sich in Black Rock, Nevada befindet. In der ersten Episode, Rescue, verunglückt auf See ein ziviles Flugzeug, in dem sich auch Jimmy und sein Affe Mitch befinden. Die Passagiere werden gerettet und Jimmy und Mitch Mitglieder des Supercar-Teams.

In den folgenden Episoden hilft das Supercar-Team bei der Rettung von Wissenschaftlern (Trapped in the Depths), der Verfolgung von Piraten (Pirate Plunder), verhindern die Zerstörung Washington, D.C.s durch die Rakete eines wahnsinnigen Wissenschaftlers (The Lost City) oder der USA durch versteckte Atombomben (Atomic Witch Hunt). Zahlreiche Episoden behandeln die Versuche des albanischen Geheimagenten Masterspy und seines Gehilfen Zarin, Supercar zu stehlen.

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Nachdem sich die im Wilden Westen angesiedelte Vorgängerserie Four Feather Falls als kommerzieller Erfolg erwiesen hatte, beschlossen die Andersons den Einstieg das Science Fiction-Milieu. Mike Mercury wurde daher nach dem US-amerikanischen Mercury-Programm benannt.

Supercar ist ein allseitig verwendbares Luftkissenfahrzeug, das wie ein futuristischer, stromlinienförmiger Pkw ohne Räder aussieht. Es ist ein Senkrechtstarter, besitzt einen Düsen- und Raketenantrieb, ist schwimmfähig und kann als U-Boot eingesetzt werden. Mit seiner Clear-Vu-Technik kann sein Pilot durch Wolken, Nebel und Rauch hindurchsehen.

Für die Trickaufnahmen wurden drei verschieden Supercar-Modelle konstruiert; für die simulierten Flugaufnahmen ein extrem leichtes und empfindliches Modell aus Balsaholz verwandt. Für die Unterwassersimulation wurde ein spezielles Aquarium konstruiert, das nur wenige inch breit war. Durch diesen durchsichtigen Tank wurden die Aufnahmen der Unterwasserszenen gedreht.

Im letzten Drittel der Produktionszeit führte Gerry Anderson den Begriff Supermarionation ein; der Begriff war offensichtlich durch Ray Harryhausens Technik der Dynamation inspiriert worden. Um den Realismus der Serie zu erhöhen, wurden echte Pflanzen und Bäume für die Szenenbildgestaltung verwandt. Für die simulierten Flugaufnahmen und Fahrten in Städten wurden Rückprojektionsaufnahmen verwandt. Die im Vorspann verwandte Szene, in der Supercar aus dem Meer herausschießt, wurde in einem Swimmingpool gedreht, in dem das Modell auf den Grund abgesenkt und beschwert wurde. Allerdings ist die Angelleine zu sehen, an der das Modell aus dem Wasser herausgezogen wurde.

Die Erfahrungen von Supercar flossen in die Nachfolgeserie Fireball XL5 ein, die unmittelbar nach dem Auslaufen von Supercar produziert wurde.

Synchronisation[Bearbeiten]

Mike Mercury, Testpilot von Supercar: Graydon Gould

Professor Rudolph Popkiss, Konstrukteur des “Supercar”: George Murcell

Doktor Beaker, Popkiss´ Assistent: David Graham

Jimmy Gibson, ein zehnjähriger Junge, Mitglied des “Supercar”-Teams: Sylvia Thamm, später verheiratete Anderson

Der Affe Mitch, Jimmys Haustier: David Graham

Masterspy, ein albanischer Geheimagent: Cyril Shaps

Zarin, Masterspys Gehilfe: Nicht geklärt

Literatur[Bearbeiten]

  • Simon Archer/Marcus Hearn: What made Thunderbirds Go! The authorized biography of Gerry Anderson, London (BBC Worldwide Limited) 2002. ISBN 0-563-53481-8
  • Adam Pirani: The Complete Gerry Anderson Episode Guide, London (Titan Books Ltd) 1989. ISBN 1-85286-216-5
  • Stephen La Rivière: Filmed in Supermarination. A History of the Future. Foreword bei David Elliott, Neshannok, PA (Hermes Press) 2009. ISBN 1-932563-23-7
  • Simon Archer: FAB Facts. Behind the Scenes of TV´s Famous Adventures in the 21st Century, London (HarperCollinsPublishers) 1993. ISBN 0-00-638247-9

Weblinks[Bearbeiten]