Superjhemp

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Superjhemp ist der Held der gleichnamigen Comicserie, gezeichnet von Roger Leiner und Lucien Czuga. Sie erscheint seit November 1988 im Verlag der Wochenzeitschrift Revue.

Es handelt sich hierbei um einen luxemburgischen Comic. Sein einzigartiger nationaler Erfolg ist darauf zu begründen, dass er speziell auf seine nationale Leserschaft bzw. die geistesverwandte Luxemburger Weltsicht zugeschnitten ist. Aus demselben Grund ist er außerhalb Luxemburgs so gut wie unbekannt.[1] Bis 2006 wurden rund 185.000 Exemplare verkauft, was Superjhemp damit zum meistverkauften Titel auf Luxemburgisch macht. [2]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Figur des Superjhemp entstand als Persiflage auf die neue Welle von Nationalbewusstsein, die in Luxemburg in den 1980er Jahren aufkam. Er ist vom Camembert-gedopten Superdupont, einer französischen Figur von Gotlib und Jacques Lob, die ihrerseits wieder eine Karikatur des amerikanischen Superman ist, inspiriert.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jeder Episode muss Superjhemp das Land Luxusbuerg vor einem oder mehreren Bösen, wie „Filip von Filoux“, „Jessica Jaguar“ oder anderen Polit-Terroristen retten. Superjhemp ist im richtigen Leben „Charel Kuddel“, ein luxemburgischer Staatsbeamter. In seinen Abenteuern begegnet er stets Karikaturen von bekannten Luxemburgern. Auch aktuelle luxemburgische und internationale Ereignisse werden in den Comics verarbeitet.

Superjhemp bezieht seine Superkräfte aus Kachkéis (Kochkäse), einer bekannten luxemburgischen Spezialität.

Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Leiner und Lucien Czuga

Superjhemp wurde von Lucien Czuga und Roger Leiner erschaffen. Lucien Czuga, geboren am 6. Dezember 1954 in Luxemburg (Stadt), arbeitet seit 1980 in der Werbebranche. Roger Leiner, geboren am 2. Februar 1955 in Wiltz, war ehemaliger Staatsbeamter. Leiner und Czuga arbeiten seit 1987 zusammen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean-Marie Reding: De Superjhemp – der Comic des kleinen Luxemburgers. forum für Politik, Gesellschaft und Kultur, Nr. 292, Dezember 2009.
  2. Peporté/Kmec/Majerus in Margue: Inventing Luxembourg. Representations of the past, space and language from the nineteenth to the twenty-first century, Amsterdam, Brill, 2010, S. 319.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]