Suta

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Suta
Suta suta

Suta suta

Systematik
ohne Rang: Toxicofera
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Unterfamilie: Hydrophiinae
Gattung: Suta
Wissenschaftlicher Name
Suta
Worrell, 1961

Suta ist eine Gattung der Schlangen und zählt zur Familie der Giftnattern (Elapidae). Die Erstbeschreibung erfolgte 1961 durch den australischen Herpetologen Eric Worrel.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um relativ kleine bis mittelgroße Schlangen von zumeist kräftigem Körperbau. Die Körperlänge liegt meist zwischen 30 und 50 cm. Suta suta erreicht bis zu 90 cm. Der Kopf ist flach und setzt sich deutlich vom Hals ab. Kopfzeichnungen kommen regelmäßig vor, etwa dunkle Schläfenbänder oder helle Zeichnungen über Sublabialia und Supralabialia. Die Körperschuppen der Oberseite (Scuta dorsalia) sind glatt. Der Körper weist zumeist eine bräunliche, rötliche oder orangebraune Grundfärbung auf. Die Schuppen können dunkel gerandet sein. Einige Arten, etwa Suta fasciata, besitzen zahlreiche dunkle Flecken entlang des Körpers. Die Bauchseite ist hell gefärbt. Der Giftapparat besteht, wie für Giftnattern typisch, aus seitlich des Schädels befindlichen Giftdrüsen (spezialisierte Speicheldrüsen) und im vorderen Oberkiefer befindlichen, unbeweglichen Fangzähnen (proteroglyphe Zahnstellung). Über die Zusammensetzung und Pharmakologie des Giftsekrets der verschiedenen Arten ist relativ wenig bekannt, die Toxizität variiert je nach Art.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Suta ist endemisch ist Australien. Die verschiedenen Arten der Gattung besiedeln eine Vielzahl an Biotopen und sind sowohl in feuchten Habitaten als auch in ariden Regionen anzutreffen.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suta-Arten führen eine bodenbewohnende und teils grabende Lebensweise. Je nach Witterung erstreckt sich die Aktivitätsphase hauptsächlich über die Dämmerung und Nacht. Zum Beutespektrum können Echsen (z. B. Skinke, Geckos und Agamen), Blindschlangen, kleine Säugetiere, Froschlurche und die Eier diverser Reptilien zählen. Die Fortpflanzung erfolgt durch Ovoviviparie, also ei-lebendgebärend. Ein Wurf umfasst zumeist weniger als zehn Jungschlangen.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Reptile Database listet innerhalb der Gattung Suta vier Arten (Stand: 2018):[1]

Zahlreiche weitere Arten werden oder wurden in der Vergangenheit der Gattung Suta zugeordnet. Folgende Arten wurden in die Gattung Parasuta überführt, werden jedoch von einigen Autoren noch unter Suta gelistet:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Reptile Database: Suta-Arten (aufgerufen am 30. Juni 2018)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Swan – The Australian Museum: A Photographic Guide to Snakes & other Reptiles of Australia, Tien Wah Press (Pte) Ltd, 1996, ISBN 185368 585 2.
  • Ludwig Trutnau: Schlangen im Terrarium Bd. 2: Giftschlangen. Verlag Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-800-1705-23.