Sylvester Rosegger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sylvester Rosegger (* 3. Dezember 1912 in St. Lorenzen im Mürztal, Steiermark; † 4. August 2006)[1] war ein deutscher Agrarwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Landtechnik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosegger wuchs in der Steiermark auf. Er studierte Landwirtschaft an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er zunächst als Schullehrer tätig und wurde später Direktor der Fachschule für Landwirtschaft in Wernigerode. Im Jahr 1948 wurde er in Berlin mit einer Arbeit über die Leistung und technische Ausrüstung von Familienbetrieben promoviert.

Im Jahr 1952 gründete die Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin das Institut für Landtechnik Potsdam-Bornim das heutige Leibniz-Institut für Agrartechnik Bornim (ATB). Rosegger war als Leiter wesentlich am Aufbau beteiligt. 1953 erhielt er einen Ruf als Professor an die TH Dresden. Er erhielt in der DDR zahlreiche Auszeichnungen.

Im Jahr 1964 flüchtete Rosegger in die Bundesrepublik Deutschland, nachdem er mit der offiziellen DDR-Politik in Konflikt geriet und von seinem Professorenamt enthoben wurde. Von 1966 bis 1979 war er zunächst als Leiter der Vorläuferorganisation Institut für Betriebstechnik an der TU Braunschweig, nach Umfirmierung als Direktor der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig, tätig.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte von Rosegger waren die landtechnischen Disziplinen mit den Gebieten Kraft- und Arbeitsmaschinen, Arbeits- und Produktionsverfahren der Außen- und Innenwirtschaft sowie Mensch und Arbeitswelt.

Rosegger hat mehr als 100 Veröffentlichungen und Bücher publiziert.

Im Jahr 1990 wurde er von der TU Dresden mit der Ehrendoktorwürde geehrt. Er war ordentliches Mitglied der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR sowie Mitglied der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen beim Aufbau und der Entwicklung der landtechnischen Ausbildung und Forschung an der TUD, seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Verbesserung der Produktionsverfahren in der Landwirtschaft, zur Prozeßsteuerung in der Rinderproduktion und zur Entwicklung der Betriebstechnik als eigenständige landtechnische Wissenschaftsdisziplin.“

Beschluss des Senats und der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden; Ehrenpromotion vom 1. November 1990

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorit Petschel (Bearb.): Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2003, S. 792–793.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf auf Sylvester Rosegger