Symphonium

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Das Symphonium war der direkte Vorläufer der Englischen Konzertina, es wurde von Charles Wheatstone im Jahre 1829 patentiert. Etwas spätere Modelle hatten bereits die gleiche Tastenanordnung wie die Concertina.

Das Bild (siehe Link Symphonium) zeigt eine Zeichnung, die aus dem Patent 5803 aus dem Jahre 1829 stammt, Charles Wheatstone (1802–1875) für Wind Musical Instruments. Das gezeigte Instrument wurde dann später als Symphonium bekannt, wurde aber im Patent nicht als solches bezeichnet.

Rahmenbedingung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Wheatstone war Teil der wohlhabenden Gesellschaft von London. Zum Professor wurde er erst durch seine Erfindungen. Er war Autodidakt und sehr menschenscheu. Charles Wheatstones Firma produzierte bereits im Jahre 1828 Aeolinen (Mundharmonikas ohne Kanzellen). Charles Wheatstone war in erster Linie Erfinder und Forscher, die Ausführung oblag bereits damals fähigen Handwerkern. Charles Wheatstone und sein Bruder William Wheatstone hatten kurz vorher (1823) die Firma ihres Onkels übernommen, nachdem dieser unerwartet früh verstorben war. Bei der Übernahme der Firma im Jahre 1823, waren Charles 21 und William ungefähr 18 Jahre alt. Charles Wheatstone hatte bei seinem Onkel eine Lehre begonnen, die er nie beendete, da er handwerklich zu unbegabt war. Er befasste sich lieber mit Büchern und neuen Erfindungen aus Frankreich, indem er sich mit seinem Taschengeld Schriften kaufte und anschließend Versuche durchführte. Ihn interessierten zu dieser Zeit besonders die akustischen Gesetze. Dies führte dazu, dass er eine Schrift verfasste, in der er die grundlegenden harmonischen Zusammenhänge erklärte. Wohl ausgehend von diesen Gesetzmäßigkeiten leitete er auch die Tastenanordnung des späteren Symphoniums und der Concertina ab. Das Symphonium wurde als Verbesserung der Aeoline mit Tasten bezeichnet, die zu dieser Zeit bereits aus deutscher Produktion in London angeboten wurde. Eine Spielanleitung für ein solches Instrument, die in englischer Sprache herausgegeben wurde, berichtet davon.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Symphonium war eine kleine Metallbox mit einem ovalen Mundstück. Die Zeichnung des Patentes zeigt 16 Tasten, die diatonisch angeordnet waren, mit einem zusätzlichen tiefen Ton. Die Töne reichten über zwei Oktaven. Etwas spätere Modelle hatten bereits Halbtöne nach dem neuen System. Die Tasten waren an beiden Seiten der Box angeordnet. Die Weiterentwicklung führte letztlich zur englischen Konzertina. Die Zungen der Stimmplatten waren aus Gold oder Silber. Charles Wheatstone experimentierte mit verschiedenen Legierungen für die Zungen, was wiederum anderen Instrumentenbauern zugutekam. Letztlich verwendete er aber Stahlzungen in den Concertinas.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]