System 32

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Das System 32 ist ein Möbelkonstruktions- und Fertigungsprinzip bei der Herstellung von zerlegbaren Möbeln. Kennzeichnend sind die Reihenlochbohrungen im Abstand von 32 mm in den Korpusseiten. Neben dem System 32 gibt es weitere, jedoch seltener anzutreffende Systeme (System 25, ip20 etc.).[1]

Bohren der System 32-Lochreihe auf einer CNC-Maschine

Das von Beschlag-, Maschinen- und Möbelherstellern entwickelte System 32 dient der Vereinheitlichung zum einen von Bauteilabmessungen und zum anderen von Produktionsabläufen. Die Konstruktionsmerkmale sind:

  • Abstand der Bohrungen in der Lochreihe = 32 mm
  • Durchmesser der Bohrungen = 5 mm
  • Abstand der vorderen Lochreihe zur Vorderkante = 37 mm

Mit darauf abgestimmten Beschlägen lassen sich Möbelseiten mit Böden und Rückwänden zu Korpen und Schrankwänden verbinden und mit ebenfalls auf das System abgestimmten Montageplatten für Türbänder, Schubkastenführungen, Kleiderstangenlagern, Bodenträgern und weiterer Schrankausstattung versehen[1].

Günstig für eine rationelle Fertigung ist:

  • Abstand der ersten Bohrung zur Schrankseitenunterkante = Abstand der letzten Bohrung zur Schrankseitenoberkante: Vereinfachung beim Rüsten (Einstellen) von Reihenlochbohrmaschinen
  • Für die Verwendung von Korpussystemverbindern: Abstand der untersten und obersten Bohrung zur jeweiligen Außenkante = Materialstärke minus Vorgabe des Beschlagherstellers
  • Abstand der hinteren Lochreihe zur Hinterkante = 37 mm: kein Umrüsten der Bohrmaschine
    oder Abstand der hinteren Lochreihe zur Innenkante Rückwand = 37 mm: Erleichterung bei der Montage von Rückwandträgern
  • Abstand der beiden Lochreihen zueinander = Vielfaches von 32 mm: Erleichterung der Montage von Schubkastenführungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wolfgang Nutsch: Handbuch der Konstruktion: Möbel und Einbauschränke. DVA, Stuttgart München, 2. Auflage 2003, ISBN 3-421-03187-8, Seite 50