Tal der Papiermühlen

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Das Tal der Papiermühlen (Valle delle Cartiere, übersetzt Tal der Papierfabriken) liegt bei Toscolano-Maderno am Gardasee. Es handelt sich hierbei um ein enges Tal, welches von einem Wildbach durchflossen wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde das Tal 1381 erwähnt. Hier wurde bereits damals die Wasserkraft genutzt um Papier aus Lumpen herstellen zu können. Im 15. und 16. Jahrhundert belieferte man von hier Venedig und andere Metropolen mit der damals kostbaren Ware. Später modernisierte man die Fertigung und errichtete Fabriken, die heute noch als malerische Ruinen zu besichtigen sind. In den 1950er Jahren kam der endgültige Niedergang, da einerseits die Produktionsmethoden sich wandelten und auch der notwendige Platz fehlte um die Anlagen erweitern zu können. Auch war die sehr ungünstige Verkehrslage ein weiterer Grund für den Niedergang. Eine der ehemaligen Fabriken wurde als Museum restauriert.

Wanderweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tal ist gut von Toscolano-Maderno aus zu erreichen. Im unteren Teil, nahe dem Museum, liegt ein Parkplatz für PKW. Für Busse ist die Zufahrt ungeeignet. Vom Parkplatz aus kann man das Museum in etwa zehn Minuten erreichen. Von dort aus führt dann ein verkehrsfreier Wanderweg weiter ins Tal. Am Wegesrand sieht man mehrere ehemalige Fabriken mit einigen Hinweistafeln über die Besonderheiten.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum befindet sich in der ehemaligen Fabrik „Polo Cartiario di Maina Inferiore“. Hier wird ausführlich und anschaulich die Herstellung und Geschichte des Papiers erklärt. Ebenfalls gibt es eine kleine Druckausstellung und antike Bücher.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 45° 38′ 58″ N, 10° 36′ 15″ O