Tartakiw

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Tartakiw
Тартаків
Wappen von Tartakiw
Tartakiw (Ukraine)
Tartakiw
Tartakiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Sokal
Höhe: 215 m
Fläche: 2,430 km²
Einwohner: 1.505 (2001)
Bevölkerungsdichte: 619 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80033
Vorwahl: +380 3257
Geographische Lage: 50° 28′ N, 24° 24′ OKoordinaten: 50° 27′ 34″ N, 24° 23′ 54″ O
KOATUU: 4624887401
Verwaltungsgliederung: 2 Dörfer
Adresse: 80033 с. Тартаків
Statistische Informationen
Tartakiw (Oblast Lwiw)
Tartakiw
Tartakiw
i1

Tartakiw (ukrainisch Тартаків; russisch Тартаков Tartakow, polnisch Tartaków) ist ein Dorf im Rajon Sokal der Oblast Lwiw im Westen der Ukraine.

Ruine des Landsitzes im Ort

Die Ortschaft liegt etwa 75 Kilometer nördlich der Oblasthauptstadt Lemberg und 9 Kilometer östlich der Rajonshauptstadt Sokal südlich des Flusses Spassiwka (Спасівка). Er bildet mit den Dörfern Borok, Kopytiw (Копитів) und Romaniwka (Романівка) die gleichnamige Landratsgemeinde.

Tartakiw wurde 1426 zum ersten Mal erwähnt, erhielt 1685 das Magdeburger Stadtrecht und lag zunächst in der Adelsrepublik Polen-Litauen, Woiwodschaft Ruthenien als Teil der Adelsrepublik Polen.[1] Von 1772 bis 1918 gehörte er unter seinem polnischen Namen Tartaków zum österreichischen Galizien (bis 1918 im Bezirk Sokal).

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam die Ortschaft zunächst zur Westukrainischen Volksrepublik und dann zu Polen (in die Woiwodschaft Lemberg, Powiat Sokal, Gmina Tartaków). 1934 wurde das westlich gelegene, bis dahin selbstständige Dorf Tartaków Wieś eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde Tartakiw ab September 1939 von der Sowjetunion und von Sommer 1941 bis 1944 von Deutschland besetzt und in den Distrikt Galizien eingegliedert.

Nach dem Ende des Krieges wurde der Ort der Sowjetunion zugeschlagen, dort kam das nunmehr zum Dorf herabgestufte Tartakiw zur Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der unabhängigen Ukraine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tartakiw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rizzi Zannoni, Woiewodztwo Ruskie, Część Krakowskiego, Sędomirskiego y Bełzkiego z granicami Węgier, y Polski, ktore gory Karpackie nakształt łańcucha wyciągnione, od góry Wolska aż do Talabry, wyznaczaią.; 1772