Taubenflöte

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Die Taubenflöte (englisch pigeon flute oder pigeon whistle) ist eine kleine Pfeife oder ein Set mehrerer Pfeifen, die einer Taube auf die mittleren Schwanzfedern gebunden werden und beim Flug durch die Luftbewegung angeregt pfeifende Geräusche erzeugen.

Taubenflöten wurden erstmals in China gebaut. Winzige Schilf- oder Bambusröhrchen werden mit aus Knochen geschnitzten Flötenköpfen und einem kleinen mit einem Loch versehenen „Fuß“ versehen. Der „Fuß“ der Flöte wird zwischen den zusammengebundenen Kielen der mittleren Schwanzfedern durchgesteckt und mit einem Sicherungsring durch das Loch gegen Herausfallen während des Fluges gesichert. Wenn die Tauben fliegen, erzeugt der über die Pfeifen/Flöten streifende Flugwind einen Pfeifton. Die Taubenflöten stören oder behindern die Tauben nicht. Ursprünglich waren die Taubenflöten zur Abwehr gegen Greifvögel gedacht. Mittlerweile hat sich ein Sport daraus entwickelt.

Eine seltene Variante ist ein Miniatur-Musikbogen auf den Schwanzfedern einer Taube.[1] Die Saite wird wie beim japanischen Drachenbogen unari (Musikbogen an einem Flugdrachen) vom Wind angeregt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein „Himmel voller Geigen“ oder der Tauben-Musikbogen. windmusik.com